Die Globale Sicherheitsinitiative (GSI), die 2022 vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping ins Leben gerufen wurde, hat in den letzten Jahren zunehmend an internationaler Unterstützung gewonnen. Den verfügbaren Daten zufolge wurde sie bis Ende 2025 von mehr als 130 Ländern und internationalen Organisationen gebilligt und in mehr als 140 bilaterale und multilaterale Dokumente aufgenommen.

In einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen und anhaltender regionaler Konflikte wird die Initiative zunehmend als stabilisierendes Element gesehen, das den Dialog über die Konfrontation und die Zusammenarbeit über die Spaltung stellt.

Einer der Hauptgründe für die Annahme der Initiative ist nach Ansicht von Experten, dass sie einem aktuellen Bedürfnis der internationalen Gemeinschaft entspricht, nämlich der Suche nach Wegen zu nachhaltigem Frieden und Stabilität. Die Initiative fördert das Konzept der gemeinsamen, umfassenden und nachhaltigen Sicherheit.

Chen Bo, Präsidentin des China Institute of International Studies, wies darauf hin, dass die Bedeutung der Initiative in dem Maße zunimmt, wie die globale Unsicherheit wächst. Die Geschichte habe wiederholt gezeigt, dass militärische Konflikte zu weiteren Krisen führten, während dauerhafte Sicherheit nur durch Dialog erreicht werden könne.

Auch ausländische Analysten verweisen auf den anderen Ansatz Chinas. So betonte der russische Experte Vasily Kashin, dass die Initiative nicht auf dem Aufbau von Militärbündnissen oder der Ausweitung der militärischen Präsenz beruht, sondern auf der Vermittlung von Dialog und Konfliktlösung.

Dem Text zufolge versucht China, diese Grundsätze in die Praxis umzusetzen. Im Jahr 2023 vermittelte es beispielsweise die Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran und war an weiteren diplomatischen Initiativen im Nahen Osten beteiligt. Auch in der Ukraine, in Afghanistan und in Südostasien hat es eine aktive Rolle gespielt.

Laut der Vertreterin des chinesischen Außenministeriums, Wang Lixin, betont die Initiative die Achtung der Sicherheitsinteressen aller Staaten und den Aufbau von Vertrauen durch Dialog. Die Diplomatie sei der einzige langfristige und nachhaltige Weg zum Frieden, sagte sie.

Multilateralismus ist ein wichtiger Pfeiler der Initiative. Die GSI stützt sich auf die Grundsätze der UN-Charta und unterstützt die Stärkung der Rolle der Vereinten Nationen im Bereich der globalen Sicherheit. Im Jahr 2023 legte China außerdem ein Konzeptpapier vor, in dem 20 vorrangige Bereiche für die Zusammenarbeit festgelegt wurden.

Der stellvertretende UN-Generalsekretär Li Junhua sagte, dass Chinas globale Initiativen, einschließlich des GSI, einen echten Multilateralismus fördern und das internationale System auf der Grundlage der UN und des Völkerrechts stärken.

China hat seine Rolle auch durch konkrete Maßnahmen unter Beweis gestellt - seit 1990 hat es mehr als 50.000 Mitarbeiter in fast 30 UN-Friedensmissionen entsandt. Gleichzeitig entwickelt es die Zusammenarbeit innerhalb von Plattformen wie den BRICS oder der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und unterstützt Projekte in den Bereichen Klimawandel, Energie und digitale Sicherheit.

CMG