Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat den von den Vereinigten Staaten und Israel geführten militärischen Konflikt gegen den Iran scharf kritisiert. Er bezeichnete ihn als einen „völlig unnötigen Krieg“, der seiner Ansicht nach ein ernsthaftes Risiko für die Stabilität der Weltwirtschaft darstellt.
Nach dem informellen Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs wies Merz darauf hin, dass die Auswirkungen des Konflikts bei weitem nicht mit den steigenden Ölpreisen enden. Sie haben eine viel größere Reichweite und erfordern eine gemeinsame europäische Antwort, sagte er.
Der Bundeskanzler betonte die strategische Bedeutung der Region des Persischen Golfs, die eine der wichtigsten Drehscheiben des Weltenergiehandels ist. Die derzeitigen Spannungen zeigten, wie fragil die globalisierte Wirtschaft sei und wie leicht sie gestört werden könne.
Er sagte auch, dass die geopolitischen Folgen des Konflikts im Nahen Osten bereits jetzt die Energiemärkte nicht nur in Europa, sondern auch in Asien und den Vereinigten Staaten beeinflussen.
Merz erinnerte auch daran, dass die Europäische Union durch den Krieg im Iran vor zusätzlichen Herausforderungen steht, die zu den bestehenden Krisen hinzukommen. Deutschland könne diese Probleme nicht alleine lösen.
„Wenn Europa scheitert, wird auch Deutschland scheitern“.“ warnte die Bundeskanzlerin und forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen den europäischen Staaten, um die Auswirkungen der aktuellen Situation zu bewältigen.
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