Die Gemeine Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine ausdauernde Pflanze mit gelben Blüten, einer sitzenden, lanzettlichen Blattrosette und einer verdickten Wurzel. Wenn man die Pflanze anschneidet, tritt eine weiße Milch aus, die an der Luft austrocknet. Der Name der Pflanze leitet sich vom griechischen Wort "taraxis" ab, was "Augenentzündung" bedeutet. Damals wurde die Milch der Pflanze, das sogenannte "Latex", hauptsächlich zur Behandlung von Augenentzündungen verwendet.
Der lateinische Name der Pflanze stammt von dem berühmtesten arabischen Arzt Ibn Sina, besser bekannt als Avicenna (980-1036).
Verbreitung: Sie kommt in Wiesen mit lehmigem Boden, an Wegrändern und in der Nähe von Straßen vor, von den Tiefebenen bis zu den Gebirgsregionen mit leicht saurem Boden. Nach der Blüte wird der welkende Blütenstängel von einem flaumigen Fruchtkopf geschmückt, der sich durch den Wind verbreitet, wodurch sich der Gemeine Löwenzahn stark ausbreitet.
Inhaltsstoffe: Sie enthält Inulin (vor allem im Herbst), Bitterstoffe (Germacranolide, Eudesmanolide), Taraxin (vor allem im Juli und August), Taraxasterin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Triterpene (Faradiol, Arnidiol), Flavonoide, im weißen Milchsaft Cerylalkohol, Laktucerol, Gummi, organische Säuren, Mineralstoffe (Natrium, Kalium, Magnesium, Siliziumdioxid, Manganverbindungen, Spuren von Zink und Kupfer), Kohlenhydrate, Sterole (Taraxasterol), Phytosterole (Homotaraxasterol). Die oberirdischen Pflanzenteile enthalten die Vitamine A, B, C und D, Terpenalkohole und Carotinoide.
Wirkung und Anwendung: Der Gemeine Löwenzahn hat eine diuretische (harntreibende), choleretische (gallentreibende) und verdauungsfördernde Wirkung, da er enzymatisch wirkende Substanzen enthält, die sich positiv auf die Funktion von Leber und Nieren auswirken. Er wirkt auch auf die Bildung von Magensäure. Insgesamt wird er bei Erkrankungen der Leber, der Gallenblase, des Magens, des Zwölffingerdarms, der Milz und der Bauchspeicheldrüse eingesetzt. Die Bitterstoffe regen den Herzschlag und die Ausscheidung von Gallensäuren aus der Gallenblase an. Da er den Gallenblasenmeridian harmonisiert, hat er einen positiven Einfluss auf die Regeneration von Hüftgelenken. Er lindert klassische Gallenbeschwerden im Kopfbereich, um die Ohren und Schmerzen an den Haarwurzeln, lindert Schwellungen und reinigt das Blut. Er hilft auch bei Entzündungen der Harnwege, des Magens, bei Nieren- und Gallenblasensteinen, Bluthochdruck, erhöhter Magensäure, Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Gicht und Gelbsucht. Er verbessert Hautprobleme wie Akne, Schuppenflechte, verschiedene Hautausschläge und Ekzeme. Er wirkt sich positiv auf degenerative Veränderungen der Gelenke, der Knorpel und von Knochenerkrankungen bei Arthritis und Osteoarthritis aus. Insgesamt fördert er den Stoffwechsel.
Zubereitung eines Tees: Für 3/4 Liter Wasser gibt man 2-3 Teelöffel fein gemahlener Wurzel und kocht sie 5 Minuten lang. Den Sud sofort abgießen oder für weitere 5-15 Minuten ziehen lassen, je nachdem, wie stark der Tee sein soll. Einen schwächeren Tee verwendet man zur Stimulation der Körperfunktionen, einen stärkeren zur Entgiftung. Der Tee wirkt als mildes Abführmittel.
Salat: Junge Blätter können als Salat verwendet werden. Wer eine bitterere Note mag, verwendet frische, junge, grüne Blätter, wer einen milderen Salat bevorzugt, kann die Löwenzahnblätter vorab "bleichen", indem er sie für einige Tage unter einem Topf abdeckt.
Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung von casopis Sféra veröffentlicht.
casopis-sfera.cz / gnews.cz-HeK
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