Der Brennnessel (Urtica dioica) ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Höhe von über einem Meter erreichen kann, mit einem verzweigten Wurzelstock und einem kräftigen, vierkantigen Stängel. Die Blätter des Brennnessels sind gegenständig und stachellos. Die männlichen und weiblichen Blüten sind grünlich, klein und wachsen an verschiedenen Pflanzen. Sie bilden dichte Blütenstände. Die gesamte Pflanze ist mit Brennhaaren bedeckt, bei denen sich nach Berührung auf der Haut eine gerötete, geschwollene Stelle bildet, die brennt und juckt. Diese Stelle verschwindet in der Regel von selbst nach kurzer Zeit. Seltener kommt auch der einhäusige Brennnessel vor. Eine verwandte, aber deutlich brennender Art ist der Jährling (Urtica urens), eine einjährige, einhäusige Pflanze mit grob gesägten, kleineren Blättern.

Er ist eine weit verbreitete, aufdringliche Pflanze, die häufig an Brachflächen, alten Wiesen, Hecken, Wegen und Gräben vorkommt.

Bei dieser Pflanze werden Blätter oder oberirdische Pflanzenteile gesammelt. Die beste Zeit zum Sammeln ist von Anfang des Frühlings bis Ende Mai. Beim Sammeln sollte man Orte meiden, die nicht sonnig sind, sowie solche, an denen der Brennnessel besonders gut wächst. Die Ernte erfolgt am besten um 14 Uhr, und alle Pflanzenteile können verwendet werden.

Die Blätter des Brennnessels enthalten Chlorophyll und etwa 15 % Mineralstoffe, darunter Magnesium, das für uns von Interesse ist. Außerdem enthalten sie Carotinoide, Flavonoide, organische Säuren, Amine wie Serotonin, Histamin und Cholin sowie Kohlenhydrate wie Arabinose, Galaktose, Glukose und Mannose. Darüber hinaus enthält er Vitamine, eine hohe Konzentration an Aminosäuren, Glukokinine, Tannine, Phytoenzyme und viele andere Substanzen. Ein gewisser Gehalt an Oxalsäure ist weniger vorteilhaft.

Der Brennnessel hat eine außergewöhnliche Wirkung. Chlorophyll wirkt tonisierend und anregend auf den Stoffwechsel und alle physiologischen Funktionen. Er wirkt auch als Antianämikum und Antisklerotikum. Weitere Wirkungen des Brennnessels im Überblick: Kardiotonikum, Antidiabetikum, insbesondere wenn der Patient noch keine Insulininjektionen benötigt, stimuliert die Funktion der Bauchspeicheldrüse, wirkt gegen Durchfall, wirkt antiviral, insbesondere gegen Grippe, fördert die Wundheilung, beeinflusst die Funktion der Eierstöcke, unterstützt die Behandlung von Bronchialasthma, fördert die Funktion der Galle, wirkt entzündungshemmend, stillt Blutungen, wirkt harntreibend, erhöht die Enzymaktivität und verbessert die Durchblutung der inneren Organe. Der Wurzel wird fast ausschließlich äußerlich angewendet, meist gegen Haarausfall. Die männlichen Blüten verbessern die männliche Fruchtbarkeit. Je nach Bedarf kann ein milder Tee oder ein stärkerer Auszug verwendet werden. Der Brennnessel ist auch eine ideale Zutat für Mischungen. In diesem Fall sollte ein Tee gewählt werden, der zur Hauptpflanze in der Mischung passt.

Als toxisch gilt nur die Wirkung von frischem Brennnessel, da er in konzentrierter Form ein Gift enthält, das Brennen verursacht. Dieses Gift wird jedoch durch Trocknen oder andere Verarbeitungsmethoden abgebaut.

Die Anwendung von Brennnessel hat keine Kontraindikationen, und es sind keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bekannt. Der Brennnessel kann langfristig, aber nicht dauerhaft eingenommen werden.

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung von casopis Sféra veröffentlicht.

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