ASTANA - Der Präsident der Republik Kasachstan, Kassym-Jomart Tokajew, hat zu einer fairen, praktischen und umsetzungsorientierten Klimazusammenarbeit aufgerufen. Er betonte, dass der Umweltschutz eine gemeinsame Verantwortung und eine strategische Priorität für die Erhaltung der globalen Stabilität sei. Er äußerte sich auf dem Regionalen Umweltgipfel (RES) 2026 in Astana, an dem führende Politiker aus Zentralasien und anderen Ländern der Region teilnahmen.

Bei der Eröffnung der Plenarsitzung am Tag der Erde erklärte Tokajew, dass Zentralasien sich auf einen einheitlicheren Ansatz zubewege, der Fragen der Klima-, Wasser- und Umweltsicherheit in einer regionalen Agenda verbinde. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die globale Unsicherheit und die Umweltrisiken bereits Millionen von Menschen negativ beeinflussen, und betonte die Bedeutung multilateraler Institutionen und des internationalen Rechts. „Wir befinden uns in einer Zeit zunehmender Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit. Es ist nicht nötig, im Detail zu erklären, wie tiefgreifend und negativ sich diese Phänomene auf die globale und regionale Stabilität und die Lebensqualität von Millionen von Menschen auswirken“, sagte er. Er fügte hinzu, dass die UN-Charta das Fundament der globalen Governance bleiben müsse.

Der kasachische Präsident betonte außerdem, dass die Klimapolitik fair und ausgewogen sein müsse. Er warnte vor der ungleichen Verlagerung der Lasten auf die Entwicklungsländer und der Politisierung der Umweltzusammenarbeit. „Der globale Übergang zu saubereren Modellen muss fair, ausgewogen und motivierend sein. Die Umweltzusammenarbeit muss ein verlässliches Instrument der Einheit sein und darf uns nicht spalten. Sie muss auf Partnerschaft, Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung beruhen - ohne öffentliche Schuldzuweisungen, ohne Beschämung und ohne Schuldzuweisungen. Die Natur kann ohne Geopolitik existieren, und die Geopolitik kann nicht ohne die Natur existieren“, sagte Tokajew.

In seiner Rede ging er auch auf die wichtigsten Umweltbedrohungen in der Region ein. Er nannte Wasserknappheit, schmelzende Gletscher, Wüstenbildung und den Verlust der biologischen Vielfalt als zentrale Themen. Er betonte, dass diese Herausforderungen ein koordiniertes Vorgehen aller zentralasiatischen Staaten erfordern und dass der Gipfel konkrete Ergebnisse liefern muss. „Die Zeit der bloßen Feststellung von Erfolgen ist vorbei. Es ist an der Zeit, Lösungen zu finden“, sagte er.

Tokajew betonte weiter, dass der Schutz des Planeten nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern auch eine moralische Pflicht und eine strategische Notwendigkeit sei.
„Dieser Gipfel erinnert uns daran, dass der Schutz unseres Planeten in der gemeinsamen Verantwortung der gesamten Menschheit liegt. Es geht um die Zukunft der Menschheit und der nächsten Generation. Es ist nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern auch eine hohe moralische Pflicht. Er ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Es ist auch eine strategische Priorität für die Erhaltung von Frieden und Stabilität“, sagte der Präsident.

(pro) gnews.cz - GH