Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang hat mit dem Bau des größten Wasserkraftwerks in der Geschichte der Region Xizang begonnen. Die Investition von 1,2 Billionen Yuan soll die gesamte Provinz mit Strom versorgen - und Chinas Energieexportnetz stärken.

Am Unterlauf des Yarlung Zangbo-Flusses, im Herzen des südwestlichen Xizang, wurde mit dem Bau eines neuen Wasserkraftwerks begonnen, das zu den größten seiner Art in der Welt gehören soll. Premierminister Li Qiang weihte den Bau während einer Zeremonie in der Stadt Nyingchi ein, und zwar am Damm des Mainling-Kraftwerks.

Das Projekt umfasst den Bau von fünf Kaskadenkraftwerken und wird voraussichtlich eine Gesamtinvestition von rund 1,2 Billionen Yuan (ca. 167,8 Mrd. USD) erfordern. Das Ziel ist nicht nur die Deckung des wachsenden Strombedarfs in der Region Xizang, sondern vor allem die Versorgung anderer Teile Chinas mit Strom.

Vertreter wichtiger Institutionen wie der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission und der Power Construction Corporation of China nahmen an der Grundsteinlegung teil. Auch Experten aus dem beratenden Bauausschuss des Projekts und Anwohner waren anwesend.

Gleichzeitig wurde in Peking die neue China Yajiang Group Co., Ltd. eingeweiht, die für die Verwaltung und den Betrieb des gesamten Projekts zuständig sein wird. Vizepremier Zhang Guoqing nahm an der Zeremonie teil.

Das gigantische Wasserkraftwerk wird als entscheidender Schritt bei der Entwicklung einer umweltverträglichen Infrastruktur und als Beweis für Chinas wachsende Energiedominanz gesehen. Das Projekt soll einen wesentlichen Beitrag zur Energiesicherheit des Landes leisten und seine Exportkapazitäten steigern.

CMG