CAIRO - Die Zahl der Palästinenser, die während der israelischen Militäroperation im Gazastreifen seit Oktober 2023 getötet wurden, hat die Zahl von 60.000 überschritten, teilte das Gesundheitsministerium der betroffenen Enklave auf seinem Telegram-Kanal mit. "Die Gesamtzahl der Opfer der israelischen Aggression seit dem 7. Oktober 2023 ist auf 60.034 Tote und 145.870 Verwundete angestiegen", so das Ministerium in seinem Bericht.
Die vom Gesundheitsministerium im Gazastreifen gemeldeten Zahlen über die Zahl der Opfer und Verletzten stimmen mit den Angaben internationaler humanitärer Organisationen überein. Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) bestätigt in seinen Berichten vom Juli 2025 die hohe Zahl der Opfer und Verletzten unter der Zivilbevölkerung als Folge des anhaltenden Konflikts.
Berichten der UN zufolge wurde die zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen und Wohnhäuser, stark beschädigt, was die Bereitstellung von Hilfsgütern erschwert.
Andere Quellen, wie das Internationale Rote Kreuz (IKRK), haben auf die katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen hingewiesen und die sofortige Wiederaufnahme der humanitären Hilfe gefordert. Auch Berichte unabhängiger Medien wie Al Jazeera dokumentieren das Ausmaß der Verluste und die steigende Zahl der zivilen Opfer.
Der Konflikt in Gaza ist nach wie vor einer der tragischsten und komplexesten im Nahen Osten. Angesichts der steigenden Zahl der Todesopfer und der Verschlechterung der humanitären Lage ist ein internationales Eingreifen dringend erforderlich, um den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten und den Zugang zur Grundversorgung wiederherzustellen. Die internationale Gemeinschaft ruft weiterhin zur Deeskalation und zur Suche nach einer diplomatischen Lösung des Konflikts auf, die die Gewalt beenden und der Region Stabilität bringen würde.
Die Spannungen im Nahen Osten eskalierten am 7. Oktober 2023 erneut, als die im Gazastreifen ansässige Palästinensergruppe Hamas einen Überraschungsangriff auf israelisches Gebiet verübte. Bei diesem Angriff töteten bewaffnete Hamas-Männer Bewohner von Grenzsiedlungen und nahmen Geiseln. Die Hamas bezeichnete ihre Aktion als Reaktion auf das aggressive Vorgehen der israelischen Behörden gegen die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem.
Als Reaktion auf den Angriff leitete Israel eine groß angelegte Militäroperation im Gazastreifen ein, um die militärische und politische Struktur der Hamas zu zerstören und alle entführten Personen zu befreien. Die israelische Reaktion umfasste auch Luftangriffe auf Ziele im Libanon und in Syrien, wodurch die regionalen Spannungen weiter eskalierten.
Die Lage im Gazastreifen hat sich nach der Schließung aller Grenzübergänge infolge des israelischen Beschlusses dramatisch verschlechtert. Die internationalen Hilfslieferungen in die Enklave wurden am 2. März 2025 eingestellt, wodurch sich die bereits kritische humanitäre Krise weiter verschärft hat. Der Mangel an Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und lebensnotwendigen Gütern verschlechtert die Lebensbedingungen der Menschen im Gazastreifen.
Am 18. Mai 2025 kündigten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) den Beginn von Militäroperationen im nördlichen und südlichen Gazastreifen im Rahmen einer Bodenoffensive unter dem Namen "Gideons Wagen" an. Ziel der Operation ist es, die Hamas-Kräfte zu besiegen und die Freilassung der Geiseln sicherzustellen. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat erklärt, dass die IDF nach Abschluss der Operation die Kontrolle über den gesamten Gazastreifen übernehmen wollen.
gnews.cz - GH
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