Der amerikanische Präsident Donald Trump und die Republikanische Partei stehen vor den letzten Monaten vor den im November stattfindenden Kongresswahlen in einer schwierigen Situation. Während der anhaltende Konflikt mit dem Iran die Außenpolitik Washingtons belastet und die Energiepreise hoch hält, zeigen neue Wirtschaftsdaten auch eine schwächelnde amerikanische Arbeitsmarktsituation. Umfragen deuten jedoch darauf hin, dass die Republikaner ihren traditionellen Vorteil bei der Bewertung der Wirtschaft verlieren.

Laut einer von Reuters/Ipsos Anfang August veröffentlichten Umfrage vertrauen 37 Prozent der Amerikaner den Demokraten in Fragen der Wirtschaftsführung, während es bei den Republikanern 36 Prozent sind. Die Demokraten haben sich damit zum ersten Mal seit fast zehn Jahren in diesem Bereich einen Vorteil gegenüber den Republikanern erarbeitet. Nur 35 Prozent der Befragten befürworteten laut derselben Umfrage die Arbeit von Trump.

Bei einer hypothetischen Wahl zum Kongress unterstützten 42 Prozent der registrierten Wähler die demokratischen Kandidaten und 37 Prozent die republikanischen Kandidaten.

Auch die neuesten Daten vom Arbeitsmarkt sind besorgniserregend. Das US-Arbeitsministerium gab bekannt, dass die Wirtschaft im Juli 23.000 Arbeitsplätze außerhalb des Agrarsektors verlor. Die Arbeitslosenquote betrug 4,1 Prozent. In den zwölf Monaten zuvor entstanden durchschnittlich nur 34.000 Arbeitsplätze pro Monat.

Auch die Stimmung der Verbraucher ist gedämpft. Der Konsumvertrauensindex von Conference Board sank im Juli auf 90,8 Punkte gegenüber 92,2 Punkten im Juni. Die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen und arbeitsmarktbezogenen Bedingungen hat sich bereits den dritten Monat in Folge verschlechtert.

Ein weiteres Problem sind die Energiepreise, die mit dem Konflikt mit dem Iran und der Unsicherheit um die Straße von Hormus zusammenhängen. Der Preis für Rohöl Brent stieg am Sonntag auf über 87 Dollar pro Barrel, nachdem die Hoffnungen auf eine schnelle Einigung zwischen Washington und Teheran erneut geschwunden waren.

CNN weist darauf hin, dass gerade die Kombination aus hohen Kraftstoffpreisen, einem schwächeren Arbeitsmarkt und dem anhaltenden Konflikt vor den im November stattfindenden Wahlen die Republikaner belasten könnte. Trump erklärte gleichzeitig, dass er gegenüber dem Iran derzeit wirtschaftlichen Druck und begrenzte Verhandlungen einer weiteren militärischen Eskalation vorzieht.

Die Wahl scheint zunehmend wie ein Referendum nicht nur über Trumps Außenpolitik zu sein, sondern vor allem darüber, ob die Amerikaner eine Verbesserung ihrer eigenen wirtschaftlichen Situation erleben werden, bevor sie zur Wahlurne gehen.

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