In der Großen Aula der Karls-Universität in Prag fand eine feierliche Zeremonie zur Ernennung von 87 neuen Professorinnen und Professoren an tschechischen Hochschulen statt. An der Zeremonie nahmen Präsident Petr Pavel, Bildungsminister Mikuláš Bek und der Staatssekretär des Verteidigungsministeriums, Petr Vančura, teil. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung von Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation für die Zukunft der Tschechischen Republik. Präsident Pavel betonte in seiner Rede, dass diese Bereiche Prioritäten sein müssen, die durch ausreichende Ressourcen und einen systematischen Ansatz unterstützt werden. „Wenn es zehn Prioritäten gibt, dann ist keine davon eine Priorität“, sagte er.

Präsident Petr Pavel übergab 87 Ernennungsurkunden auf der Grundlage von Vorschlägen der wissenschaftlichen und künstlerischen Gremien der Hochschulen. „Eine gebildete Gesellschaft ist eine widerstandsfähige Gesellschaft“, erklärte er und würdigte die lebenslange Arbeit der neuen Professoren, die die Qualität der Hochschulbildung in Tschechien und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes stärken.

Auf der Plattform X betonte der Präsident: „Bildung muss für unser Land eine Priorität sein. Eine gebildete Gesellschaft ist eine widerstandsfähige Gesellschaft. In der Karls-Universität habe ich 87 Ernennungsurkunden an Professorinnen und Professoren übergeben, die ihr Leben der Wissenschaft und dem Wissen gewidmet haben.“

Minister Mikuláš Bek lobte die akademische Exzellenz und die Verantwortung der Professoren für die Ausbildung zukünftiger Generationen. Er wies auf den geringen Anteil hochschulgebildeter Bürger in Tschechien im Vergleich zu den Industrieländern hin und schlug eine Ausweitung der berufsbezogenen Programme und eine Zusammenarbeit mit Arbeitgebern vor.

Präsident Pavel wies auf die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen hin, die ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Anerkennung von Akademikern behindert.

„Es reicht nicht, nur die Budgets zu erhöhen, es ist notwendig, ein System zur Bewertung der Qualität der Bildung einzuführen, damit die Mittel effizient eingesetzt werden können“, sagte er. Er forderte die Pädagogen auf, die Studierenden zu lebenslangem Lernen und kritischem Denken zu ermutigen, was er für entscheidend für die Zukunft hält.

Die Veranstaltung fand im Kontext der Betonung von Wissenschaft und Innovation statt. Das neue Gesetz über Forschung, Entwicklung, Innovation und Wissenstransfer von Dezember 2024 soll die Unterstützung der Wissenschaft verbessern. Das Budget für Wissenschaft im Jahr 2025 beträgt 43,3 Milliarden Kronen, was 8 % mehr ist als im Vorjahr, wie der Minister Marek Ženíšek mitteilte. Diese Maßnahmen sollen die tschechische wissenschaftliche Exzellenz stärken.

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