BERLIN - Die von Bundeskanzler Friedrich Merz geführte Bundesregierung bereitet eine umfassende Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr vor. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Weisung des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Carsten Breuer, berichtet, soll der Ausbau der Luftverteidigung im Mittelpunkt der geplanten Reformen und Investitionen stehen.

Der Schritt erfolgt in einer Zeit wachsender Spannungen in Europa und weltweit, in der die Sicherheitsbedrohungen immer komplexer werden. Das deutsche Militär, das lange Zeit für seine unzureichende Ausrüstung und langsame Modernisierung kritisiert wurde, soll nun strukturelle und technologische Veränderungen erfahren, so Breuer.

"Wir müssen darauf vorbereitet sein, neue Arten von Angriffen abzuwehren, einschließlich solcher, die von Langstreckenraketen oder unbemannten Flugkörpern durchgeführt werden", so die Agentur in der Richtlinie. Der Aufbau eines vielschichtigen Luftverteidigungssystems, das die Zusammenarbeit innerhalb der NATO einschließt, soll ein Schlüsselelement sein.

Podle portálu Politico Zu den obersten Prioritäten des neuen Verteidigungsplans gehört die Fähigkeit, Angriffe tief im gegnerischen Gebiet durchzuführen. Dies würde eine Verstärkung der Raketeneinheiten und eine Modernisierung der Artillerie bedeuten, damit die Bundeswehr im Falle einer Bedrohung nicht nur defensiv, sondern auch offensiv reagieren kann.

Die geplanten Investitionen sind Teil einer umfassenderen Strategie, mit der Deutschland auf neue geopolitische Herausforderungen vorbereitet und seine Rolle als wichtiger Pfeiler der europäischen Verteidigung gefestigt werden soll. Die Regierung hat den konkreten Finanzrahmen noch nicht bekannt gegeben, doch Experten zufolge könnte er sich auf einen zweistelligen Milliardenbetrag belaufen.

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