Das chinesische Handelsministerium hat die Entscheidung der Europäischen Union, chinesische Unternehmen in das 20. Sanktionspaket gegen Russland einzubeziehen, scharf kritisiert. Einem Sprecher zufolge ist dies ein Schritt, den Peking als problematisch und schädlich für die bilateralen Beziehungen betrachtet.

Die Reaktion erfolgte, nachdem die EU am 23. April die Ausweitung der Sanktionsliste angekündigt hatte. China betonte, dass seine Positionen trotz früherer Kommunikation und geäußertem Widerstand von der EU ignoriert worden seien. Das Ergebnis, so Peking, seien wachsende Spannungen und ein ernsthafter Vertrauensbruch zwischen beiden Seiten.

Das Ministerium bekräftigte die seit langem vertretene Position Chinas zur Sanktionspolitik. Insbesondere lehnt es einseitige Maßnahmen ab, die nicht vom UN-Sicherheitsrat gebilligt werden, und kritisiert auch die Anwendung der sogenannten „Rechtsprechung des langen Arms“, die die EU auf chinesische Unternehmen und Einzelpersonen anwendet.

Nach Ansicht der chinesischen Seite widerspricht der aktuelle Schritt der EU den bestehenden Vereinbarungen und dem Geist der Zusammenarbeit zwischen europäischen und chinesischen Beamten. Peking fordert die EU daher auf, chinesische Einrichtungen unverzüglich von der Sanktionsliste zu streichen und zur Beilegung von Streitigkeiten durch Dialog und Verhandlungen zurückzukehren.

Gleichzeitig weist China darauf hin, dass es bereit ist, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die legitimen Rechte und Interessen seiner Unternehmen zu schützen. Die Europäische Union werde alle Konsequenzen tragen, so China.

CMG