Die ostchinesische Provinz Anhui ist zum Zentrum eines neuen internationalen Wissenschaftsprogramms geworden, das sich mit Fusionsplasma befasst. China hat einen Forschungsplan für seine kompakte Fusionsversuchsanlage – Burning Plasma Experimental Superconducting Tokamak (BEST) – vorgestellt, die einen wichtigen Schritt in Richtung der Technologie der „künstlichen Sonne“ darstellt.

Die Kernfusion, die die Vorgänge in der Sonne simuliert und enorme Mengen an Energie freisetzt, gilt als ideale saubere Energiequelle. In den letzten Jahrzehnten haben Wissenschaftler weltweit verschiedene Technologien untersucht, darunter die magnetische Plasmaeinschließung, um die für eine nachhaltige Fusion erforderlichen extremen Bedingungen zu erreichen.

Song Yuntao, stellvertretender Vorsitzender des Hefei Institute of Physical Science der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, erklärte, dass China mit der Entwicklung des internationalen ITER-Programms und der BEST-Anlage in eine neue Phase der Forschung eintritt – die Fusion von brennendem Plasma. „Dies ist ein entscheidender Schritt in der ingenieurwissenschaftlichen Fusionsforschung, bei dem die Reaktion selbst genügend Wärme erzeugt, um sich selbst aufrechtzuerhalten, was den Weg für eine zukünftige kontinuierliche Energieerzeugung ebnet.“ poznamenal Song.

Die Forschung im Bereich der Kernfusion hat in China in den letzten Jahren an Fahrt gewonnen und mehrere Weltrekorde erzielt. Die Anlage BEST, genannt „Künstliche Sonne der neuen Generation“, wird eine entscheidende Rolle spielen. Gemäß dem Forschungsplan wird es bis Ende 2027 Experimente mit Deuterium-Tritium-brennendem Plasma durchführen und die Fähigkeit zum langfristigen stabilen Betrieb testen. Das Ziel ist es, eine Ausgangsleistung von 20 bis 200 Megawatt zu erreichen, was bedeuten würde, dass mehr Energie produziert als verbraucht wird, und damit die Erzeugung von Fusionsenergie zu demonstrieren.

Launch of the CAS International Science Program on Fusion Burning Plasma & Release of the BEST Research Plan. /China Media Group

Song wies darauf hin, dass sich das Projekt in „Neuland“ befinde und mit vielen technischen und physikalischen Herausforderungen konfrontiert sei, beispielsweise dem Verständnis der Transportmechanismen von Alpha-Teilchen, die für die Aufrechterhaltung der für die Fusion erforderlichen extrem hohen Temperaturen notwendig sind.

Das internationale Wissenschaftsprogramm ermöglicht es, mehrere chinesische Fusionsanlagen, darunter BEST, für die globale Wissenschaftsgemeinschaft zu öffnen. Es werden offene Forschungsfonds eingerichtet und ein intensiver Austausch von Fachleuten gefördert.

Hefei Science Island beherbergt wichtige nationale Fusionsforschungsanlagen, darunter den vollständig supraleitenden Tokamak EAST, die zu bedeutenden internationalen Plattformen geworden sind. China arbeitet mit mehr als 120 Institutionen in über 50 Ländern zusammen und beteiligt sich am ITER-Programm. Seine Technologien und Komponenten sind international anerkannt und tragen zum Fortschritt der globalen Fusionsenergieforschung bei.