Softwareteams, die grundsätzlich auf künstlicher Intelligenz aufbauen, arbeiten ganz anders als herkömmliche Teams. Die offensichtlichste Veränderung ist die Geschwindigkeit - dank KI-basierter Tools können Entwickler Produkte um ein Vielfaches schneller erstellen. Aber dieser Wandel bringt auch grundlegende Veränderungen in den Rollen der einzelnen Teammitglieder und in der gesamten Arbeitsorganisation mit sich.
Während sich Ingenieure früher hauptsächlich auf das Schreiben von Code konzentrierten, haben sie heute oft umfassendere Aufgaben. Neben der Entwicklung sind sie auch an Produktentscheidungen, Design oder sogar Marketing beteiligt. Das hat zur Folge, dass kleine Teams, die persönlich an einem Ort zusammenarbeiten, extrem schnell und effizient arbeiten können.
Mit zunehmender Entwicklungsgeschwindigkeit stellt sich jedoch ein neues Problem: Was soll eigentlich gebaut werden? Die Entscheidung über die Ausrichtung des Produkts wird zu einem Engpass. Einige Unternehmen reduzieren daher das Verhältnis von Ingenieuren zu Produktmanagern auf 1:1. Als noch effektiver erweist sich jedoch ein Modell, bei dem die Ingenieure ein ausreichendes Verständnis für das Produktmanagement haben und selbst Entscheidungen treffen und umsetzen können. Dies minimiert den Verlust durch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Rollen.
Auch die Rolle der Produktmanager ändert sich, da sie zunehmend lernen zu programmieren und aktiv an der Entwicklung beteiligt sind. Obwohl es im Technologiesektor mehr Ingenieure als Manager gibt, nähern sich die beiden Karrierewege an. Eine Mischung aus technischen und produktbezogenen Fähigkeiten ist ideal.
Eine schnellere Entwicklung offenbart jedoch andere Schwächen. Wenn sich die Programmierung um das Zehn- bis Hundertfache beschleunigt, geraten andere Teile des Prozesses ins Hintertreffen. Das Marketing kann neue Funktionen nicht kommunizieren, die Rechtsabteilung kann mit der Einhaltung von Vorschriften nicht Schritt halten, und die Designer haben weniger Zeit zur Vorbereitung. KI verändert also nicht nur die Softwareentwicklung, sondern alle nachgelagerten Bereiche.
Daher spielen die so genannten Generalisten eine wichtige Rolle - Menschen, die zwar ein tiefes Spezialgebiet haben, aber auch andere Bereiche verstehen. Denn in kleinen Teams, die oft aus zwei bis zehn Personen bestehen, ist es notwendig, mehrere Funktionen gleichzeitig abzudecken. Ein Mitglied kann in erster Linie Entwickler sein, das andere Produktmanager, aber beide müssen den breiteren Kontext verstehen und in der Lage sein, bei Bedarf in andere Bereiche einzugreifen.
Kommunikation ist auch der Schlüssel zur Geschwindigkeit. Selbst in kleinen Teams kann sie ein Hindernis sein, wenn sie nicht effektiv genug ist. Daher werden die schnellsten Ergebnisse oft von Teams erzielt, die physisch an einem Ort arbeiten, wo sie Probleme sofort lösen können. Aber auch die Zusammenarbeit aus der Ferne kann gut funktionieren, wenn sie richtig organisiert ist.
Die Veränderungen, die KI mit sich bringt, können für viele Menschen eine Herausforderung sein. Andererseits eröffnen sie auch neue Möglichkeiten. Einzelpersonen und kleine Teams, die bereit sind, neue Fähigkeiten zu erlernen und sich anzupassen, können heute mehr schaffen als je zuvor. Die Gegenwart kann daher ohne Übertreibung als ein goldenes Zeitalter des Lernens und Schaffens bezeichnet werden.
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