Die tschechische Regierung hat beschlossen, die Notmaßnahmen zur Milderung der Auswirkungen der hohen Kraftstoffpreise zu verlängern. Die ermäßigte Verbrauchssteuer auf Diesel und die Regulierung der Zapfsäulenpreise bleiben bis zum 31. Mai 2026 in Kraft. Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die Schließung der Straße von Hormuz, die den globalen Ölmarkt destabilisiert hat.
Ein wichtiger Schritt ist die Verlängerung der Befreiung von der Verbrauchssteuer auf Dieselkraftstoff. Diese Maßnahme soll Spediteuren und Unternehmen, die von den hohen Kraftstoffpreisen stark betroffen sind, Erleichterung verschaffen. Zugleich hat die Regierung die Regeln für die Preisregulierung geändert.
Die Höchstspanne für Tankstellen wird von 2,50 CZK auf 3 CZK pro Liter erhöht. Auch die Berechnung der Höchstpreise wurde geändert: Sie basieren nun nicht mehr auf dem Tagesdurchschnitt der Großhandelspreise, sondern auf einem gleitenden Drei-Tages-Durchschnitt, was Preisschwankungen begrenzen soll.
Ministryně financí Alena Schillerová sagte, das Ziel sei es, den Markt zu stabilisieren und extreme Preise zu verhindern, die sich negativ auf die tschechische Wirtschaft auswirken würden. Die hohen Dieselpreise schlagen sich nicht nur im Verkehr, sondern auch in den Preisen für Waren und Dienstleistungen nieder.
Das Kabinett befasste sich auch mit anderen Bereichen. Es billigte die Einsetzung einer interministeriellen Gruppe, die sich mit psychoaktiven Substanzen wie Kratom und Cannabisprodukten befassen soll. Die Gruppe soll Vorschläge für schärfere Kontrollen und mögliche Gesetzesänderungen ausarbeiten. An der Gruppe werden Vertreter mehrerer Ministerien und Institutionen, einschließlich der Polizei und des Zolls, beteiligt sein.
Auf der Sitzung wurden auch die staatliche Endabrechnung für 2025 und die Haushaltsstrategie für den öffentlichen Sektor für den Zeitraum 2027 bis 2029 genehmigt, die die Richtung der öffentlichen Finanzen vorgeben und die Grundlage für die Aufstellung künftiger Haushalte bilden werden.
Gleichzeitig hat die Regierung dem Parlament eine Änderung des Chemikaliengesetzes übermittelt, mit der auf neue europäische Vorschriften reagiert wird. Sie führt eine Meldepflicht für Hersteller und Importeure von Zahnamalgam ein und legt Strafen für die Nichteinhaltung fest.
gnews.cz - GH
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