MOSKAU - Die russische Hauptstadt Moskau war heute Morgen das Ziel eines weiteren Drohnenangriffs, der zu weitreichenden Verkehrsbehinderungen führte und Sicherheitsbedenken in der Stadt und ihrer kritischen Infrastruktur weckte, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Berichten zufolge beschädigten ukrainische Drohnen mehrere Hochhäuser und brachten den Verkehr auf vier großen Flughäfen in der Stadt zum Erliegen.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sagte, es habe Sachschäden an mehreren Hochhäusern gegeben. Im sozialen Netzwerk Telegram erklärte er, die Schäden seien "nicht schwerwiegend". Weitere Einzelheiten wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben, ebenso wenig wie Informationen über Todesopfer oder Verletzte. Anwohner einiger Stadtteile berichteten von Explosionen und anschließenden Bränden an mehreren Orten in der Metropole.

Die Flughäfen Domodedowo, Scheremetjewo, Wnukowo und Schukowski mussten ihren Betrieb vorübergehend einstellen oder einschränken, Dutzende von Flügen waren verspätet oder wurden umgeleitet. Das russische Verkehrsministerium erklärte, die Situation sei unter Kontrolle und technische Teams arbeiteten an der Wiederherstellung des normalen Betriebs. Die Fluggäste wurden dringend gebeten, die Fluggesellschaften auf dem Laufenden zu halten.

Das russische Verteidigungsministerium hat sich noch nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert. Russischen Staatsmedien zufolge wurden jedoch mehrere Drohnen über der Region Moskau von der Luftabwehr abgeschossen. Das Pantsir-S-System und Einheiten der elektronischen Kampfführung haben Berichten zufolge einige der Drohnen ausgeschaltet, bevor sie ihr Ziel erreichten.

Dieser Angriff ist der jüngste in einer Reihe von Drohnenvorfällen, die Russland der Ukraine zuschreibt. Kiew hat die Verantwortung nicht offiziell bestätigt, aber in der Vergangenheit angedeutet, dass Angriffe auf russisches Territorium Teil einer Verteidigungsstrategie sein könnten, die darauf abzielt, Moskaus militärische Infrastruktur und Logistik zu stören. Experten weisen darauf hin, dass der Einsatz von Drohnen auf so weit entfernte Ziele ein Indiz für die zunehmenden technischen Kapazitäten der Ukraine und die Verwundbarkeit des russischen Hinterlandes ist.

Es ist noch nicht klar, ob sich der Anschlag auf geplante öffentliche Veranstaltungen oder Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt auswirken wird. Die städtischen Behörden haben keine neuen Einschränkungen angekündigt, aber die Einwohner sind weiterhin besorgt.

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