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DAMASKUS – Syrien ist nicht an einem militärischen Konflikt mit Israel interessiert und strebt eine Vereinbarung an, die die Sicherheitsbedingungen zwischen beiden Ländern regelt. Gleichzeitig will das Land jedoch nicht von seinem Anspruch auf die Golanhöhen ablassen, die Israel seit 1967 besetzt hält. Dies erklärte der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa in einem Interview mit dem Fernsehsender Al Jazeera.

„Wir befürchten eine militärische Eskalation in der Region und bemühen uns, einer Konfrontation mit Israel zu entgehen“, erklärte Ahmed al-Sharaa. Er sagte, dass Damaskus mit Hilfe befreundeter Länder an einer Sicherheitsvereinbarung mit der israelischen Seite arbeite.

Der syrische Präsident glaubt, dass eine mögliche Vereinbarung, sofern sie von beiden Seiten genehmigt wird, den Weg zu einer umfassenderen Friedenslösung im Nahen Osten ebnen könnte. Er betonte jedoch, dass das Bemühen, einen militärischen Konflikt zu verhindern, nicht bedeute, dass Syrien bereit sei, auf seine Gebietsansprüche zu verzichten.

„Syrien wird jedoch keinen Kompromiss eingehen, wenn es um sein unantastbares Recht auf die Golanhöhen geht, die seit 1967 besetzt sind“, sagte al-Sharaa.

Seine Äußerungen erfolgen inmitten anhaltender Spannungen im südlichen Teil Syriens. Damaskus kritisiert wiederholt israelische Militäroperationen in Gebieten, die an die Golanhöhen grenzen, und weist auf mögliche Verstöße gegen frühere Abkommen zwischen beiden Ländern hin.

Am Samstag traf sich al-Sharaa in Damaskus auch mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres. Der UN-Chef erklärte nach dem Treffen bei einer Pressekonferenz, dass die Organisation der Vereinten Nationen die Golanhöhen als Teil des syrischen Territoriums betrachtet. Gleichzeitig verurteilte er israelische Infiltrationen in die entmilitarisierten Zonen.

Das syrische Außenministerium hatte sich bereits am 29. Juni an die Organisation der Vereinten Nationen gewandt, um auf israelische Militäroperationen in den südlichen syrischen Provinzen Daraa und Kunetra hinzuweisen. Damaskus bezeichnete diese Maßnahmen als einen schweren Verstoß gegen das Abkommen über den Truppenabzug, das Syrien und Israel im Jahr 1974 im Zusammenhang mit der Situation auf den Golanhöhen unterzeichnet hatten.

Die Äußerungen des syrischen Präsidenten verbinden somit zwei Hauptpositionen Damaskus. Syrien will durch Verhandlungen und die Unterstützung befreundeter Staaten eine weitere Eskalation verhindern, besteht gleichzeitig aber auf seinen Rechten an den Golanhöhen. Eine mögliche Sicherheitsvereinbarung mit Israel könne laut al-Sharaa nur zustande kommen, wenn sie keinen syrischen Kompromiss in Bezug auf das besetzte Gebiet bedeutet.

gnews.cz - GH

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