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Die staatlichen Agenturen CzechTrade und CzechInvest werden ab dem 1. August 2026 zu einer neuen Organisation namens CzechBusiness fusionieren. Unternehmen soll ein zentraler Anlaufpunkt für die Unterstützung von Export, Investitionen, Innovationen sowie Start-ups bieten. Das Ministerium für Industrie und Handel erwartet von dieser Änderung auch eine Reduzierung der Betriebskosten und die Beseitigung von sich überschneidenden Tätigkeiten.

Die neue Agentur CzechBusiness entsteht auf der Grundlage der bisherigen Agentur CzechTrade. Laut dem Minister für Industrie und Handel Karel Havlíček soll diese Zusammenlegung den Unternehmen den Zugang zu staatlichen Dienstleistungen erleichtern und gleichzeitig deren Effizienz steigern.

„Anstatt zwei Institutionen werden wir eine haben, die Dienstleistungen in den Bereichen Exportförderung, Investitionsförderung sowie Unterstützung und Aufbau von Start-up-Infrastruktur anbieten“, sagte Havlíček. Er betonte, dass Unternehmen es wünschen, die notwendige Unterstützung an einem Ort zu erhalten.

CzechTrade konzentrierte sich bisher hauptsächlich auf die Unterstützung tschechischer Unternehmen beim Eintritt in ausländische Märkte. CzechInvest war vor allem für die Gewinnung von Investitionen für Tschechien, die Förderung des unternehmerischen Umfelds und die Entwicklung von Start-ups zuständig. CzechBusiness soll diese Aktivitäten miteinander verbinden und Unternehmen Dienstleistungen von der ersten Geschäftsidee bis zur Expansion ins Ausland anbieten.

Die Zusammenlegung wird schrittweise erfolgen. Ab Anfang September sollen die Auslandsbüros beider Agenturen sowie deren administrative Strukturen zusammengeführt werden. Bis Ende dieses Jahres sollen auch die einzelnen Bereiche einheitlich gestaltet werden. Das vollständige Angebot gemeinsamer Dienstleistungen und neue Programme sollen ab dem 1. Januar 2027 eingeführt werden. Die bisherigen Dienstleistungen sollen bis dahin weiterhin ohne Einschränkung verfügbar sein.

Der Generaldirektor von CzechTrade, Rudolf Klepáček, erklärte, dass die Zusammenlegung bei der Gewinnung ausländischer Investitionen helfen könnte, da die neue Agentur die Tschechische Republik auf einer größeren Anzahl von Märkten repräsentieren kann. Die Erfahrungen von CzechInvest könnten tschechischen Exportunternehmen beispielsweise bei der Gründung von Joint Ventures mit ausländischen Partnern nützlich sein.

Das Ministerium für Industrie und Handel hat die Vorbereitungen für die Integration bereits im Februar begonnen. Ziel ist es, Überschneidungen zu beseitigen, Ressourcen zu teilen und die Verfügbarkeit von Dienstleistungen in den tschechischen Regionen sowie im Ausland aufrechtzuerhalten. Als Inspiration dienen ähnliche Institutionen in Finnland, Schweden oder Frankreich.

Die Zusammenlegung von CzechTrade und CzechInvest wurde in der tschechischen Politik wiederholt seit dem Jahr 2007 diskutiert. Einige gemeinsame Aktivitäten konnten bereits zuvor miteinander verbunden werden, darunter auch die Zusammenlegung der staatlichen Agenturen in einem Gebäude. CzechBusiness soll nun diese Verbindung auch organisatorisch abschließen und Unternehmen einheitliche Unterstützung bieten.

gnews.cz - GH