NEW YORK - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seinen Bericht über die globale Finanzstabilität veröffentlicht, in dem er davor warnt, dass die Risiken für die globale Finanzstabilität aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten zunehmen.

„Das globale Finanzsystem ist mit einem andauernden Krieg im Nahen Osten, potenziellem Inflationsdruck, wachsenden Risiken einer weiteren Straffung der Finanzmärkte und zahlreichen Kanälen konfrontiert, über die Marktturbulenzen in finanzielle Instabilität übergehen könnten.“ uvádí zpráva.

Je länger der Konflikt andauert, desto größer ist die Gefahr, dass sich die globalen Finanzbedingungen weiter und plötzlich verschärfen.

In dem Bericht werden mehrere Kanäle genannt, die die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems testen und zu Risiken für die Finanzstabilität führen könnten.

  • Erstens könnte eine höhere Volatilität an den Anleihemärkten die Finanzierungsbedingungen verschärfen, da steigende Schuldenquoten zu größeren Schwankungen der Anleiherenditen führen.
  • Zweitens könnten die Schwellenländer aufgrund der Auflösung von Carry-Trade-Strategien und sich verschlechternder Terms of Trade unter Druck auf die Währungen und Kapitalabflüsse geraten.
  • Drittens kann die plötzliche Verschärfung der finanziellen Bedingungen zu erzwungenen Verkäufen durch Hedge-Fonds, Optionshändler, fremdfinanzierte börsengehandelte Fonds und andere Nicht-Bank-Finanzinstitute führen, die durch den Einsatz von Fremdkapital gewachsen sind.
  • Viertens kann die steigende Zahl notleidender Kredite in der Privatfinanzierung allgemeinere Bedenken hinsichtlich der Kreditvergabe an Unternehmen wecken, insbesondere bei hoch verschuldeten Firmen, die von KI-Störungen betroffen sind.

Der Bericht warnt auch davor, dass sich die steigenden Investitionen in die KI deutlich verlangsamen könnten, wenn der Konflikt im Nahen Osten anhält.

Der IWF forderte die politischen Entscheidungsträger auf, entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um die Widerstandsfähigkeit im Kontext des Nahostkonflikts zu stärken. Er empfahl, dass die Geldpolitik die Preisstabilität gewährleisten und auf Spillover-Effekte von der tatsächlichen Inflation auf die Inflationserwartungen reagieren sollte, wobei sie datenabhängig bleiben sollte.

Außerdem wird empfohlen, die Finanzpolitik auf einen angemessen restriktiven Kurs auszurichten, der zur Stabilisierung der Staatsverschuldung beiträgt, und neue Ausgaben auf den Schutz gefährdeter Gruppen vor Inflationsschocks zu konzentrieren.

Dem Bericht zufolge ist es auch von entscheidender Bedeutung, Datenlücken zu schließen, den Informationsaustausch zwischen den Ländern zu verbessern und die Aufsicht zu stärken, insbesondere da Nicht-Bank-Finanzinstitute immer stärker mit den Banken verflochten sind.

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