Ein solches Debakel war keinesfalls zu erwarten. "Es ist traurig, niemand hat sich vorstellen können, dass so etwas passieren könnte", sagte der niedergeschlagene Kapitän der deutschen Tennisdamen, Torben Beltz, nach dem enttäuschenden Auftritt seines Teams in der euro-afrikanischen Zone, der den mehrfachen Champions einen weiteren Abstieg bescherte.
In Deutschland fällt es schwer, die bittere Niederlage zu verkraften. In der Gruppe mit Schweden, Dänemark und dem Gastgeber Portugal hatte das deutsche Team keinen anderen Plan als die Rückkehr in die Weltgruppe des Billie Jean King Cups. Doch in den ersten beiden Duellen gegen Schweden und Portugal konnte die deutsche Mannschaft das entscheidende Doppel nicht gewinnen, und es war klar, dass es nicht um den Aufstieg, sondern um den Klassenerhalt gehen würde. Im Kampf um den Verbleib starteten die Deutschen gegen Litauen gut, Noma Noha Akugue sicherte den ersten Punkt, und Ella Seidel hatte im anschließenden Einzel gegen Justina Mikulskyte einen Satzvorteil. Doch sie konnte den vielversprechenden Start nicht in einen Sieg verwandeln, und Akugue und Nastasja Schunk konnten im entscheidenden Doppel nicht gewinnen, was zu einem großen Misserfolg führte.
"Zum ersten Mal in der Geschichte wird Deutschland in der dritten Liga des BJKC spielen. Das ist das Ende einer goldenen Ära. Eine Tennis-Großmacht, die der Welt Legenden wie Steffi Graf oder Angelique Kerber geschenkt hat, wird gegen Südafrika, Zypern oder Georgien antreten. Eine Schande", berichtete die Zeitung Sport1.de über den Abstieg des deutschen Teams in die zweite Gruppe der euro-afrikanischen Zone. <-> "Der lange geplante Umbau des Teams ist völlig gescheitert. Siegemund hat nicht gespielt, die uns im Doppel sicherlich gerettet hätte", hieß es auf der Webseite.
Deutschland musste auch auf die weitere erfahrene Spielerin Tatjana Maria, die Nummer 63 der WTA-Liste, verzichten. Aufgrund einer Verletzung stand auch Eva Lys (Nummer 78) nicht zur Verfügung. "Damit können wir uns nicht entschuldigen. Alle sind wegen dem, was passiert ist, deprimiert. Wir waren einfach nicht gut genug, und die Gegner haben in den entscheidenden Momenten besseren Tennis gespielt als wir. Die Mädchen haben ein viel größeres Potenzial, als sie gezeigt haben", sagte der enttäuschte Kapitän Beltz. Nach dieser sensationellen Niederlage und dem weiteren Abstieg kann das deutsche Team nur noch an die letzte Finalteilnahme vor zwölf Jahren zurückdenken, als sie in der O2 Arena in Prag dem tschechischen Team unterlegen waren. Das tschechische Team hat sich unter der Leitung von Kapitänin Barbora Strýcová durch den Sieg in der Schweiz für das Finalturnier in China qualifiziert.
sport.cz/gnews.cz
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