PRAG - Die tschechische Regierung hat nach einer Kabinettssitzung die erste Phase der Beschaffung von modernen deutschen Leopard 2A8-Panzern genehmigt. In der ersten Welle werden 44 Führungs- und Kampfpanzer für insgesamt 34,25 Milliarden Kronen einschließlich Mehrwertsteuer gekauft. Zusätzlich hat das Verteidigungsministerium fünf Milliarden Kronen als Inflations- und Wechselkursreserve zurückgestellt.
Die Kaufsumme gliedert sich wie folgt: Der Preis für die 44 Panzer, einschließlich Selbst- und Minenschutzsystemen, integrierter logistischer Unterstützung, Ersatzteilen, Dokumentation und Ausbildung, beträgt 32,76 Mrd. CZK inkl. MwSt. Die so genannte "Böhmisierung" - d.h. nationale Modifikationen einschließlich Führungs- und Leitsystemen, Tarnung, nationaler Kennzeichnung und Maschinengewehren - kostet 1,49 Mrd. CZK inkl. MwSt.
Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass der Vertrag mit dem Hersteller KNDS (ehemals KMW/Nexter) unter einem deutschen Rahmenvertrag geschlossen wird. Dies ermöglicht die Beschaffung zu den gleichen Bedingungen wie die deutsche Armee und andere angeschlossene Staaten. Die Vereinbarung räumt der Tschechischen Republik außerdem die Option ein, bis zu 14 zusätzliche Panzer in den betreffenden Versionen und 17 bis 19 Fahrzeuge in anderen Modifikationen, wie z. B. Pionier-, Berge-, Brücken- oder Ausbildungsfahrzeuge, zu kaufen. Die ersten Maschinen sind für 2028 geplant, die Auslieferung soll bis 2031 erfolgen.
Ministryně obrany Jana Černochová zu der Entscheidung erklärt: "Panzer sind ein wesentlicher Bestandteil der schweren Brigade... wir reparieren eine Schuld an unserer eigenen Verteidigung." Chef des Generalstabs Karel Řehka fügte hinzu, dass der Leopard 2A8 moderne Feuerkraft, Schutz der Besatzung und technologische Reife mitbringt.
Warum gemeinsame Beschaffung? Die tschechische Seite hebt die wirtschaftliche Effizienz und die Schnelligkeit der Lieferung hervor, die der Beitritt zum deutschen Verwaltungs- und Rahmenabkommen mit sich bringt. Das gemeinsame Verfahren senkt die Stückkosten und verkürzt den Verwaltungsaufwand. Die Vereinbarung sieht auch die Beteiligung der tschechischen Industrie vor - mindestens 11 tschechische Unternehmen sollen in die Lieferkette und den Lebenszyklus der Fahrzeuge einbezogen werden.
Auch der internationale Kontext ist entscheidend. Der Leopard 2A8 wird von KNDS produziert, und andere Länder, wie die Niederlande, erteilen ebenfalls Aufträge auf der Grundlage ähnlicher Rahmenverträge. Dies bestätigt das KNDS-Produktionsmodell und auch die Interoperabilität innerhalb der NATO.
Nach der Genehmigung durch die Regierung wird ein Nachtrag zum Rahmenvertrag unterzeichnet und eine verbindliche Bestellung aufgegeben. Der genaue Zeitplan der Zahlungen und Vorauszahlungen wird im Vertrag festgelegt. Längerfristig kann die Tschechische Republik je nach den verfügbaren Finanzmitteln über 61 bis 77 Leopard 2A8-Panzer in verschiedenen Versionen verfügen.
Ministerstvo obrany/gnews.cz - GH
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