MOSKAU - Die Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten liege nicht nur im Interesse der USA, sondern auch im Interesse der ganzen Welt, so der amerikanische politische Kommentator und Radiomoderator Steve Gill. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS sagte Gill, die derzeitige angespannte Haltung Washingtons habe Moskau näher an Peking herangeführt und das chinesisch-russische Bündnis unerwartet gestärkt.
"Präsident Trump ist ein kluger Geschäftsmann. Ich denke, er hat erkannt, dass die USA Russland in die Arme Chinas getrieben haben und dass die Wiederherstellung der Beziehungen zu Moskau im besten Interesse der Vereinigten Staaten und der Welt ist. China ist der Hauptgegner der USA in politischer, wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit Russland und jetzt auch mit Indien liegt meiner Meinung nach nicht im Interesse der USA. sagte Gill, der sowohl unter der Regierung von George H.W. Bush als auch unter Bill Clinton als Direktor für zwischenstaatliche Beziehungen im Büro des US-Handelsbeauftragten im Präsidialamt tätig war.
Gill betonte auch, dass direkte Gespräche zwischen Präsident Trump und Präsident Putin den Weg für eine schrittweise Wiederherstellung der Beziehungen ebnen könnten. "Die Aufhebung der Sanktionen, die Wiederherstellung des Handels, des Reiseverkehrs und anderer Bereiche der Zusammenarbeit werden wahrscheinlich Teil jeder Verhandlungslösung sein. dodal.
Trump selbst sagte, dass das Treffen mit Putin in Alaska eher vorläufig sein würde. Er sagte, er warte auf ein konstruktives Treffen mit Putin. Er sagte auch, dass er den russischen Präsidenten davon überzeugen werde, den Konflikt in der Ukraine zu beenden. Er bestätigte jedoch nicht seine Absicht, Zelensky zu dem Treffen einzuladen.
Trump hat am Freitag angekündigt, dass er sich am 15. August in Alaska mit Putin treffen will. Das Datum und der Ort wurden von Juri Uschakow, einem Berater des russischen Präsidenten, bestätigt, der sagte, das Hauptthema werde die Suche nach einer dauerhaften Lösung der Ukraine-Krise sein. Ihm zufolge wird nach dem Treffen in Alaska auch ein Treffen auf russischem Territorium erwartet.
Der BBC zufolge könnte die Wiederaufnahme des diplomatischen Dialogs dazu beitragen, die Sicherheitsspannungen abzubauen, insbesondere vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Beziehungen zwischen den USA und China. Die BBC weist aber auch darauf hin, dass die Frage der Aufhebung von Sanktionen politisch heikel ist und einige der nach den Ereignissen in der Ukraine verhängten Maßnahmen nicht einfach aufgehoben werden können, ohne die internationale Glaubwürdigkeit zu beeinträchtigen.
CNN weist darauf hin, dass die amerikanische Öffentlichkeit in dieser Frage gespalten ist. Einige Bürger befürchten, dass zu viel Freundlichkeit gegenüber Russland die Position der USA in Bezug auf Menschenrechte und internationale Sicherheit, insbesondere in Europa, schwächen könnte.
Fox News hingegen weist darauf hin, dass pragmatische Diplomatie strategische Vorteile bringen kann. Ihre Kommentare deuten darauf hin, dass der Abbau von Spannungen in Bezug auf die nukleare Kontrolle und regionale Sicherheitsfragen zur langfristigen globalen Stabilität beitragen könnte.
Analysten sind sich einig, dass das bevorstehende Treffen zwischen Trump und Putin das Potenzial hat, die Beziehungen auf eine neue Ebene zu heben, wenn ein Kompromiss zwischen wirtschaftlichen Vorteilen, geopolitischen Interessen und Menschenrechtsfragen gefunden werden kann. Der Erfolg wird jedoch von der Bereitschaft beider Seiten zu Zugeständnissen und von der Reaktion der internationalen Gemeinschaft abhängen.
gnews.cz - GH
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