NEW YORK - Beifall brandete am Freitag in der UN-Generalversammlung auf, als die Länder eine Erklärung über eine friedliche Lösung der Palästina-Frage und die Umsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung mit Israel verabschiedeten. Die New Yorker Erklärung ist das Ergebnis einer internationalen Konferenz, die im Juli auf Einladung Frankreichs und Saudi-Arabiens im UN-Hauptquartier stattfand und noch in diesem Monat fortgesetzt werden soll.
Die Generalversammlung umfasst alle 193 UN-Mitgliedsstaaten, und 142 Länder stimmten für eine Resolution zur Unterstützung des Dokuments. Israel stimmte dagegen, ebenso wie neun andere Länder - Argentinien, Ungarn, Mikronesien, Nauru, Palau, Papua-Neuguinea, Paraguay, Tonga und die Vereinigten Staaten - während sich 12 Länder der Stimme enthielten.
"Plan" für die Zukunft
Vor der Abstimmung erinnerte der französische Botschafter Jérôme Bonnafont daran, dass die New Yorker Erklärung "einen einheitlichen Fahrplan zur Erreichung einer Zweistaatenlösung" enthält. Dazu gehören ein sofortiger Waffenstillstand in Gaza, die Freilassung aller in Gaza festgehaltenen Geiseln und die Schaffung eines lebensfähigen und souveränen palästinensischen Staates. Der Plan fordert auch die Entwaffnung der Hamas und ihren Ausschluss von der Verwaltung des Gazastreifens, die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den arabischen Ländern sowie kollektive Sicherheitsgarantien.
Der israelische Botschafter Danny Danon sagte vor der Abstimmung, dass "diese einseitige Erklärung nicht als ein Schritt in Richtung Frieden in Erinnerung bleiben wird, sondern nur als eine weitere leere Geste, die die Glaubwürdigkeit dieser Versammlung schwächt". Er sagte, dass "die Hamas heute der größte Gewinner jeglicher Unterstützung ist" und er würde sie als "die Frucht des 7. Oktobers" bezeichnen. Die hochrangige internationale Konferenz im Juli fand vor dem Hintergrund des Gaza-Krieges und der sich verschlechternden Aussichten auf eine Zwei-Staaten-Lösung statt.
In seiner Eröffnungsrede stellte UN-Generalsekretär António Guterres fest, dass "die zentrale Frage für den Frieden im Nahen Osten die Umsetzung einer Zweistaatenlösung ist, bei der zwei unabhängige, souveräne und demokratische Staaten - Israel und Palästina - Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben".
un.org/gnews.cz-jav
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