Die öffentliche Spendenaktion für einen Black Hawk-Helikopter, der den Namen „Čestmír“ trägt und für die Ukraine bestimmt war, wirft neue Fragen auf. Der Aktivist Paukner weist auf Unstimmigkeiten zwischen der Behauptung, dass das Fluggerät an die ukrainische Seite übergeben wurde, und Angaben, wonach der Helikopter mit dem Kennzeichen OM-BHB und der Seriennummer 80-23495 weiterhin beim slowakischen Betreiber registriert sein sollte.

Die Öffentlichkeit trug durch die Initiative „Geschenk für Putin“ zur Anschaffung des Helikopters einen Betrag von über 72 Millionen Kronen bei. Die Spendenaktion wurde als Hilfe für die Ukraine präsentiert, und laut veröffentlichten Informationen sollte das Fluggerät anschließend an die ukrainische Seite übergeben werden. Bei der Übergabe wurden auch Präsident Petr Pavel und der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj genannt.

Gerade die Identität und das weitere Schicksal dieses konkreten Fluggeräts sind nun Gegenstand öffentlicher Debatten. Paukner behauptet, dass der Helikopter OM-BHB mit der Seriennummer 80-23495 laut verfügbaren slowakischen Luftfahrtregistern weiterhin bei der Slovak Training Academy registriert sein sollte. Laut seinen Angaben soll derselbe Eintrag auch im Register von Januar 2026 zu finden sein.

Fragen wirft auch die Verwendung des Helikopters bei der Brandbekämpfung auf. Paukner weist auf Verträge des tschechischen Staates hin, die sich auf die Vermietung von Black Hawk-Helikoptern beziehen, und behauptet, dass unter den eingesetzten Flugzeugen OM-BHB gewesen sein sollte.

Weitere Zweifel entstehen laut ihm durch Fotos von europäischen Feuerlöschaktionen. Derselbe Helikopter soll demnach in Bulgarien, Spanien, Montenegro oder Frankreich gesichtet worden sein. Im Gegensatz dazu sind öffentlich zugängliche Fotos, die eindeutig die Anwesenheit des konkreten Fluggeräts OM-BHB in der Ukraine belegen, laut Paukner nicht verfügbar. Das Kennzeichen sei auf einigen Aufnahmen verdeckt oder entfernt.

Martin Ondráček hatte gegenüber Blesk erklärt, dass der Helikopter in der Ukraine bei einer Einheit des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR eingesetzt werden sollte. Gleichzeitig gab er jedoch an, nicht zu wissen, wie der Helikopter nach Ukraine transportiert wurde, da dieser Transport von der ukrainischen Seite organisiert werden sollte.

Die ganze Angelegenheit hängt also von einer grundlegenden Frage ab: Ist der Helikopter OM-BHB tatsächlich das Fluggerät, das nach der öffentlichen Spendenaktion an die Ukraine übergeben wurde, und wo befindet sich dieses konkrete Fluggerät derzeit?

Aus diesen Umständen zieht Paukner den Verdacht, dass der Helikopter überhaupt nicht nach Ukraine geflogen ist und möglicherweise beim ursprünglichen Betreiber verblieben ist. Dies ist jedoch an sich kein Beweis dafür, dass die versprochene Übergabe nicht stattgefunden hat. Für ein endgültiges Urteil wären eindeutige Dokumente über Eigentum, Transfer, Registrierung und physischen Transport des konkreten Fluggeräts erforderlich.

Der Fall wirft daher die Frage nach der Transparenz bei der Verwendung von Geldern aus öffentlichen Spendenaktionen auf. Wenn Menschen mehr als 72 Millionen Kronen gespendet haben, in der Erwartung, dass ihr Geld dazu beiträgt, dass die Ukraine einen bestimmten Helikopter erhält, sollten sie die Möglichkeit haben, zu überprüfen, was mit diesem Fluggerät tatsächlich passiert ist.

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