Chinas oberste Wirtschaftsplanungsbehörde, die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), gab am 27. April bekannt, dass sie das US-Technologieunternehmen Meta aufgefordert hat, die geplante Übernahme des in Singapur ansässigen Unternehmens für künstliche Intelligenz Manus, das von chinesischen Unternehmern unterstützt wird, abzusagen.
Einer offiziellen Erklärung zufolge wurde die Entscheidung in Übereinstimmung mit dem chinesischen Recht im Rahmen des Mechanismus zur Überprüfung der Sicherheit ausländischer Investitionen getroffen. Die Behörden fordern alle beteiligten Parteien auf, die Transaktion zu beenden, da sie sie als ausländische Investition in das Manus-Projekt betrachten.
In der Zwischenzeit gab Meta im Dezember 2025 den Abschluss der Übernahme bekannt und erklärte, die beiden Teams seien bereits „tief integriert“.
Bereits im Januar berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, dass die Behörden damit begonnen haben, zu prüfen, ob das geplante Geschäft mit den Vorschriften für ausländische Investitionen, Technologieexporte und den Umgang mit Daten vereinbar ist.
Es ist noch nicht klar, wie genau die Annullierung der Transaktion ablaufen wird. Die chinesischen Behörden betonen jedoch, dass es sich nicht um ein Vorgehen gegen ein bestimmtes Land oder Unternehmen handelt, sondern um eine Standardanwendung der bestehenden Gesetze.
Laut Ma Jihua, einem Analysten für die Kommunikationsbranche, zeigt dieser Schritt die Bemühungen Chinas, die Regeln für die Überprüfung ausländischer Investitionen und die Regulierung grenzüberschreitender Fusionen und Übernahmen, insbesondere in sensiblen Technologiesektoren, weiter zu verfeinern. Ziel ist es, ein berechenbareres und stabileres Geschäftsumfeld zu schaffen.
Li Chang'an, Forscher an der University of International Business and Economics, fügt hinzu, dass China seit langem Unternehmen zur internationalen Zusammenarbeit und Expansion ermutigt, aber darauf besteht, dass alle grenzüberschreitenden Investitionen und Technologiepartnerschaften strikt die geltenden rechtlichen Verfahren einhalten müssen.
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