WASHINGTON - Der amerikanische Präsident Donald Trump hat laut Informationen der Zeitung The Washington Post erstmals im privaten Kreis deutlich angedeutet, wen er als seinen Nachfolger für die Präsidentschaftswahl 2028 wünscht. Laut Quellen, die mit den Gesprächen vertraut sind, erklärte er bei einem Treffen mit bedeutenden Spendern im Oval Office vor ungefähr zwei Wochen: „Letztendlich müssen wir J.D. wählen."

Mit dieser Aussage soll Trump auf den amtierenden Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten J.D. Vance verwiesen haben, der seit Langem als eine der prominentesten Figuren der Republikanischen Partei und als einer der wahrscheinlichsten Kandidaten für die republikanische Präsidentschaftsnominierung 2028 gilt.

Laut der Zeitung The Washington Post stellen Trumps Worte einen deutlichen Kontrast zu seiner bisherigen öffentlichen Rhetorik dar. Im vergangenen Jahr wich er nämlich wiederholt einer direkten Antwort auf die Frage aus, wen er als seinen Nachfolger sehen möchte. Stattdessen erweckte er öffentlich den Eindruck einer Rivalität zwischen Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio, indem er beide Politiker häufig lobte und vermied, eine Präferenz erkennen zu lassen.

Die von der amerikanischen Zeitung zitierten Quellen weisen jedoch zugleich darauf hin, dass die Lage offen bleibt. Demnach sei es noch zu früh, um abschätzen zu können, wann J.D. Vance offiziell seine Präsidentschaftskandidatur bekanntgeben könnte oder wann Donald Trump öffentlich seine Unterstützung aussprechen würde. Berater des Präsidenten räumen zudem ein, dass Trump seine Haltung in den kommenden Monaten noch ändern könnte.

J.D. Vance gehört zu Trumps engsten Verbündeten und hat seit Antritt seines Amts als Vizepräsident seinen Einfluss nicht nur innerhalb der Regierung, sondern auch unter republikanischen Wählern gestärkt. Seine politischen Positionen in den Bereichen Wirtschaft, Migration und Außenpolitik stimmen in vielerlei Hinsicht mit dem Programm des amtierenden Präsidenten überein, was ihn zu einem der Favoriten für ein mögliches republikanisches Rennen um das Weiße Haus macht.

Bislang wurde jedoch weder eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses noch von J.D. Vance selbst veröffentlicht, die die von der Zeitung The Washington Post veröffentlichten Informationen bestätigen würde. Da die Präsidentschaftswahl 2028 noch in relativ weiter Ferne liegt, ist zu erwarten, dass sich die Frage der Nachfolge innerhalb der Republikanischen Partei in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird.

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