Die Prager Börse schloss am Mittwoch bei einem neuen historischen Höchststand, der Index PX stieg um 0,25 Prozent. Das Parlament überwand am Mittwoch das Veto von Präsident Petr Pavel zur Änderung der Haushaltsregeln – das Gesetz ermöglicht es der Regierung, freier mit Ausgaben für Verteidigung und strategische Infrastruktur zu verfahren. Finanzministerin Schillerová hat sich mit Ministerpräsident Babiš auf den Entwurf des Staatshaushaltes für das kommende Jahr geeinigt und wird ihn am Montag, dem 31. August, veröffentlichen. Die deutsche Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal schneller als erwartet.

Die Prager Börse schloss am Mittwoch bei einem neuen historischen Höchststand. Der Index PX stieg um 0,25 Prozent auf 2.811,26 Punkte und übertraf damit den bisherigen Rekord vom 6. August dieses Jahres. Er legte zum vierten Mal in Folge zu. Haupttreiber waren die Aktien von Erste Bank und des Rüstungsunternehmens CSG. Die Aktivität an der Börse war unterdurchschnittlich.

Das Parlament überwand am Mittwoch mit 104 Stimmen das Veto von Präsident Petr Pavel zur Änderung der Gesetze, die die Erstellung öffentlicher Haushaltspläne regeln. Der Entwurf ermöglicht es der Regierung, die Verteidigungsausgaben für mehrere Jahre länger als bisher über bestehende Grenzen hinaus zu erhöhen, und dasselbe gilt für strategische Infrastrukturprojekte. Das Kabinett kann auch genehmigte Ausgaben bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage überschreiten und in einigen Fällen ohne Zustimmung des Haushaltsausschusses des Parlaments in die Budgets von Ministerien eingreifen. Die Opposition wird das Gesetz vor dem Verfassungsgericht anfechten.

Finanzministerin Alena Schillerová hat sich mit Ministerpräsident Babiš über die Ausgestaltung des Entwurfs des Staatshaushaltes für das kommende Jahr geeinigt und wird ihn am Montag, dem 31. August, veröffentlichen. Das Defizit wird höher sein als die diesjährigen 310 Milliarden Kronen, bleibt aber unter vierhundert Milliarden. Die angenommenen Lockerungen der Haushaltsregeln ermöglichen unter anderem, die Finanzierung des Kernkraftwerks außerhalb des Staatshaushaltes zu verlagern, sodass sie sich nicht im Defizit niederschlägt.

Die deutsche Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal dieses Jahres schneller als erwartet – das Bruttoinlandsprodukt stieg vierteljährlich um 0,3 Prozent, wobei der Export die Haupttreiberrolle spielte. Gleichzeitig fiel der für August veröffentlichte Geschäftsklimaindex Ifo leicht besser aus als erwartet. Die bessere Konjunktur des größten Handelspartners Tschechiens ist eine positive Nachricht für die tschechische Industrie und den Export.

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