Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang appellierte auf dem G20-Gipfel in Johannesburg an die Teilnehmer, die internationale Zusammenarbeit zu verstärken und gemeinsam globale Herausforderungen anzugehen, von Klimawandel und Energiekrise bis hin zu Ernährungssicherheit und technologischem Wandel.

Li betonte, dass aktuelle Probleme wie Klimawandel, Energie- und Nahrungsmittelkrise die Einheit der internationalen Gemeinschaft und Zusammenarbeit bei der Suche nach Lösungen erfordern. Er forderte alle Länder auf, den Umweltschutz zu verstärken, einen wissenschaftlich fundierten Ansatz zu verfolgen und den Grundsatz der gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortung bei der Lösung von Umwelt- und Klimaproblemen zu beachten. China ist bereit, die Umsetzung der Ergebnisse der COP30 zu beschleunigen und beim Globalen Rahmenwerk für Biodiversität Kunming-Montreal zusammenzuarbeiten.

Der Premierminister forderte außerdem eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich grüne Energie und eine gerechte Transformation der Industrie. Er sprach sich für einen stabilen und ungehinderten Fluss von Technologien und Produkten aus und bot chinesische Hilfe bei der Energiewende für einzelne Länder an. Um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, betonte Li die Notwendigkeit, den globalen Lebensmittelverkehr zu optimieren, einen offenen und stabilen Markt zu entwickeln und die Agrarwissenschaft und -technologie zu stärken.

Li wies darauf hin, dass die derzeitige wissenschaftlich-technologische Revolution und der industrielle Wandel neue Chancen bieten, aber gleichzeitig auch Ungleichheiten verstärken können. Die G20 sollte Offenheit, für alle vorteilhafte Zusammenarbeit und die gemeinsame Nutzung von Chancen fördern und so den Lebensstandard der Menschen weltweit verbessern.

Der Premierminister konzentrierte sich auch auf künstliche Intelligenz (KI), die Förderung der Zusammenarbeit in der Forschung und den Austausch von Ergebnissen, die Verbesserung der Verwaltungsvorschriften und die sichere und faire Nutzung von KI. Er betonte auch die Notwendigkeit einer für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit im Bereich strategischer Rohstoffe und eines vorsichtigen Umgangs mit deren militärischen Anwendungen.

Li forderte eine Verstärkung der Entwicklungshilfe für den Globalen Süden, einschließlich der Stärkung von Kapazitäten, der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Förderung von Frauen und Jugendlichen. China ist bereit, mit anderen Parteien zusammenzuarbeiten, um die Ziele des G20-Nelson-Mandela-Bay-Target zu erreichen, damit mehr junge Menschen von der Globalisierung profitieren können.

Der Gipfel verabschiedete die G20 South Africa Summit: Leaders’ Declaration (Erklärung der Staats- und Regierungschefs des G20-Gipfels in Südafrika), und während des Treffens führte Li freundschaftliche Gespräche mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung, dem angolanischen Präsidenten Joao Lourenco, dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez, der Generaldirektorin der WTO Ngozi Okonjo-Iweala und anderen.