Der Präsident der Tschechischen Republik Petr Pavel und seine Frau Eva Pavlova statteten der Region Karlovy Vary einen zweitägigen Arbeitsbesuch ab. Hauptthema war die Zukunft des Bildungswesens, die Gründung einer öffentlichen Universität und die Entwicklung der Region.
Die Region Karlovy Vary ist die einzige in der Tschechischen Republik ohne eine öffentliche Universität. Der Präsident traf mit Vertretern der Region, Schuldirektoren und Studenten zusammen, um über die Möglichkeiten einer Ausweitung der Hochschulbildung zu diskutieren. Während der Debatte in Sokolov äußerten sich die jungen Leute darüber, was sie motivieren würde, in der Region zu bleiben, und welche Studienfächer sie interessieren würden.
Der Präsident erörterte mit der regionalen Führung die Gründung einer unabhängigen Universität und deren mögliche Spezialisierung. Weitere Themen waren die Umgestaltung der Region mit Hilfe europäischer Mittel, der Bau der Autobahn D6, die Umgehungsstraße von Karlovy Vary und die Verbesserung des Gesundheitswesens - einschließlich des Ärztemangels, der Pläne für ein Onkologiezentrum und die Einrichtung eines eigenen Ambulanzflugdienstes.
Am ersten Tag seines Besuchs besuchte der Präsident die Glashütte Moser, wo er die Produktion, die Gravurwerkstatt und die Galerie besichtigte. Er wurde feierlich in den Club der Riesenpokale aufgenommen. Die Glashütte ist ein langjähriger Partner der Region in der Berufsausbildung und wird ab 2026 die Glasmacherlehre wieder aufnehmen.
Die nächste Station war das Dorf Prameny, das früher das am höchsten verschuldete Dorf des Landes war. Der Präsident lobte die Bürgermeisterin Michala Málková und ihr Team dafür, dass sie es geschafft haben, die Schulden zu reduzieren und das Dorf zu stabilisieren.
In Františkovy Lázně traf Petr Pavel mit der Stadtverwaltung und den Bürgern zusammen. Er würdigte den aktiven Ansatz der UNESCO-geschützten Stadt, die kulturelle und grenzüberschreitende Projekte und das Gemeinschaftsleben entwickelt.
Am zweiten Tag besuchte der Präsident das Naturschutzgebiet Soos, das den Spitznamen „tschechischer Yellowstone“ trägt. Er wanderte auf einem Naturlehrpfad entlang des Grundes des ausgetrockneten Mineralsees und besuchte den geologischen Park, das Museum und die Rettungsstation.
Anschließend diskutierte er mit Schulleitern über die Möglichkeit, ein College einzurichten. Die Diskussion basierte auf den spezifischen Erfahrungen der Schulen, ihren Absolventen und den Bedürfnissen der Region.
Schließlich besuchte der Präsident den Bildungskomplex "Welt der Retter" in Karlovy Vary, der Krisensituationen simuliert und Kindern und Erwachsenen beibringt, wie sie bei Bränden, Unfällen oder Überschwemmungen reagieren können. Er wird jährlich von mehr als 20.000 Menschen besucht und die Stadt plant, ihn um Themen wie Desinformation und Cybersicherheit zu erweitern.
Hrad.cz/gnews.cz - GH
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