Die französische Stadt Caen wurde am Mittwochabend von einer Tragödie erschüttert. Laut Behörden fuhr ein Autofahrer absichtlich in eine Gruppe von Menschen in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die neuesten Zahlen sprechen von zwei Toten und neun Verletzten. Die Polizei nahm den Verdächtigen nach seiner Flucht vom Tatort fest. Ermittler gehen vorerst nicht von einem terroristischen Motiv aus.
Ein Auto fuhr direkt gegen eine Gruppe von Menschen
Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, dem 26. August, gegen 22:15 Uhr auf dem Gelände vor dem Bahnhof in Caen in der Normandie. Laut des Präfekten des Departements Calvados, David Clavière, fuhr das Auto „absichtlich“ gegen Fußgänger auf einer öffentlichen Straße. Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die Tragödie kurz nach einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen in der Nähe eines örtlichen Bars.
Erste Informationen sprachen von einem Toten und zehn Verletzten, von denen sieben eine dringende medizinische Versorgung benötigten. Am Donnerstagmorgen berichteten jedoch französische Medien unter Berufung auf AFP und den lokalen Sender ICI Normandie, dass eine weitere schwer verletzte Person im Universitätskrankenhaus CHU in Caen verstorben sei. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten auf zwei und die der Verletzten auf neun.
Der Fahrer floh, die Polizei nahm ihn in Ouistreham fest
Der Verdächtige fuhr nach dem Aufprall vom Tatort. Die Polizei konnte ihn anschließend in der Küstenstadt Ouistreham, etwa 20 Kilometer von Caen entfernt, ausfindig machen und festnehmen. Es handelt sich um einen 26-jährigen Mann, der in Russland geboren wurde. Laut dem Präfekten war er nicht bei den Nachrichtendiensten registriert, und die Polizei kannte ihn nur im Zusammenhang mit Verkehrsverstößen. Der Mann befindet sich in Polizeihauptsitz.
Die Ermittlungen werden von einer spezialisierten Kriminalpolizeieinheit des Departements Calvados geführt. Die französische Justiz untersucht den Fall als Mord und vorsätzliche Gewalt mit einer Waffe, wobei in diesem Fall das Auto als die verwendete Waffe gilt. Die Polizei analysiert auch Aufzeichnungen von Überwachungskameras, die dazu dienen sollen, die Bewegungen des Autos und die Ereignisse vor dem Zusammenstoß genau zu rekonstruieren.
Der Staatsanwalt Philippe Leonardo betonte, dass in dieser Phase nichts auf ein terroristisches Motiv hindeutet, die Ermittlungen stehen jedoch erst am Anfang. Die Ursache des vorherigen Konflikts und das genaue Motiv des Fahrers wurden bisher nicht offiziell bekannt gegeben.
gnews.cz - GH.