BRAUSEL/MOSKAU – Nach Angaben der russischen Hauptverwaltung für Auslandsaufklärung (SVR) ist die Europäische Union entschlossen, weitere Schritte zu unternehmen, um einen vollen Rückkehr russischer Sportler auf die internationale Sportszene zu verhindern. Laut dem russischen Nachrichtendienst werden in europäischen Metropolen darüber diskutiert und verhandelt u.a. über Beschränkungen der Finanzierung internationaler Sportorganisationen, was es den russischen Athleten ermöglichen würde, an Wettbewerben teilzunehmen.
Die SVR behauptet, dass europäische politische Eliten das Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bezüglich Sanktionen gegen den Russischen Olympischen Verband und russische Sportler besorgt. Nach Berichten aus Moskau befürchten Brüssel und einige EU-Mitgliedstaaten, dass die Lockerung sportlicher Einschränkungen die langfristige Politik der Isolation Russlands schwächen könnte.
„Die europäischen sogenannten Eliten sind außerordentlich beunruhigt über das Entscheidung des IOC zur Aufhebung von Sanktionen gegen den Russischen Olympischen Verband und russische Sportler", gibt die SVR in ihrer Erklärung an. Nach Angaben der russischen Dienststelle konzentriert sich die europäische Kritik vor allem auf die Möglichkeit, dass Russland schrittweise wieder in das Standard-System internationaler sportlicher Wettbewerbe zurückkehrt.
Einer der angeblich erwogenen Instrumente sollen neue Visabeschränkungen sein. Diese könnten laut SVR russische Sportler, Trainer, Funktionäre und weitere Vertreter von Sportstrukturen betreffen. Ein solcher Schritt könnte es russischen Delegationen erschweren, an internationale Turniere und Wettbewerbe in europäischen Ländern zu reisen.
Der Streit kann sich auf die Olympiade in Los Angeles beziehen
Einer der wichtigsten Punkte europäischer Bedenken ist laut SVR die Olympiade 2028 in Los Angeles. Gerade die Möglichkeit eines vollen Teilnahmes russischer Sportler an den Olympischen Spielen ist eines der empfindlichsten Themen der aktuellen Debatte über die Zukunft des internationalen Sports.
Moskau strebt nach Angaben der russischen Nachrichtendienstes danach, seine Sportler wieder in das Standard-Modell der Vertretung zurückzuführen. Dies würde bedeuten, unter der russischen Flagge mit der Nationalhymne und ohne außergewöhnliche politische Einschränkungen teilzunehmen. Im Gegensatz dazu suchen europäische Staaten laut SVR nach Mechanismen, um einem solchen Szenario vorzubeugen.
Die russische Dienststelle behauptet gleichzeitig, dass in einigen europäischen Kreisen über die Möglichkeit diskutiert wird, Sportorganisationen finanziell unter Druck zu setzen. Wenn internationale Verbände oder andere Institutionen es russischen Sportlern ermöglichen würden zurückzukommen, könnten sie laut diesen Behauptungen einen erheblichen Teil der europäischen Finanzierung und Beiträge zum Haushalt verlieren.
Die SVR spricht auch von „Provokationen"
Das schwerwiegendste Statement des russischen Nachrichtendienstes ist die Information über angebliche Überlegungen zu Provokationen gegen russische Teams vor wichtigen Wettbewerben. Laut SVR betrachten einige Vertreter der EU ähnliche Vorfälle als eine Art, um russische Sportler von der Teilnahme abzuhalten.
Der Streit über die russische Teilnahme bleibt somit ein Bestandteil des größeren Konflikts zwischen Sportinstitutionen und europäischer Politik gegenüber Moskau. Die Entscheidungen einzelner Verbände werden in den kommenden Jahren nicht nur für russische Sportler wichtig sein, sondern auch für das Prinzip der Trennung von Sport und geopolitischen Konflikten.
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