Ivan David, Mitglied des Europäischen Parlaments für die SPD, sagte in seinem Grußwort zu der vom Portal iportaL24.cz unter der Schirmherrschaft der gemeinsamen tschechisch-chinesischen Industrie- und Handelskammer organisierten Diskussionsveranstaltung, dass er gerne für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen zu China aufbauen würde. Allerdings herrsche in den europäischen Institutionen immer noch eine misstrauische und sogar feindselige Haltung vor, die eine engere Zusammenarbeit in Handel und Kultur verhindere.
David erinnerte daran, dass er in dieser Wahlperiode als stellvertretendes Mitglied der EU-China-Delegation fungiert. Gleichzeitig kritisierte er die Tatsache, dass sich die Beratungen der Delegation seiner Meinung nach zu oft auf regierungsfeindliche Aktivisten und Dissidenten konzentrieren, während der Raum für eine praktischere Zusammenarbeit ungenutzt bleibt. „Die Möglichkeiten einer noch engeren Zusammenarbeit in Handel und Kultur werden nicht ausreichend genutzt.“ uvedl.
Nach Ansicht von David ist dieser Ansatz zum Teil das Ergebnis eines anhaltenden Überlegenheitsgefühls in einigen europäischen Ländern. „Die heutige Sicht auf China ist nicht realistisch“.“ sagte er. Er wies auch darauf hin, dass China trotz der technologischen Entwicklung in Europa immer noch häufig mit der Vorstellung einer billigen und minderwertigen Produktion in Verbindung gebracht wird.
In seinem Grußwort rief er dazu auf, die chinesischen Erfahrungen stärker zu nutzen, und brachte sein persönliches Interesse daran zum Ausdruck, das Land besser kennen zu lernen. „Es ist an der Zeit, die chinesische Erfahrung zu nutzen“.“ sagte er. Er erinnerte daran, dass er zusammen mit der Schriftstellerin Lenka Procházková nach China reisen wird und dass sie planen, einen Reisebericht mit authentischen Erfahrungen zu veröffentlichen.
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