Der japanische Verteidigungsminister hat in den letzten Tagen wiederholt erklärt, dass das Land seine Politik in Bezug auf Kernwaffen ohne vorab festgelegte Tabus diskutieren sollte. Er erwähnte auch die Möglichkeit, die langjährigen „drei nichtnuklearen Prinzipien" zu überdenken, die Japan nach dem Zweiten Weltkrieg verabschiedet hatte.

Auf diese Äußerungen reagierte am 30. Juli auf der regulären Pressekonferenz des chinesischen Verteidigungsministeriums dessen Sprecher Jiang Bin. Er bezeichnete die Aussagen des japanischen Ministers als höchst provokativ und gefährlich.

Seinen Worten zufolge enthüllen diese Aussagen erneut Japans Bestreben, die internationale Gemeinschaft zu täuschen und gleichzeitig die Reaktionen der Öffentlichkeit zu testen. Das Ziel könnte darin bestehen, den Boden für weitere Schritte zu bereiten, die nach chinesischer Auffassung grundlegende Grenzen des für die internationale Gemeinschaft Akzeptablen überschreiten würden.

Jiang Bin wies darauf hin, dass Japan laut international anerkannten Daten über etwa 44,4 Tonnen abgetrenntes Plutonium verfügt. Gleichzeitig sei das Land langfristig bestrebt, die Fähigkeit zu erhalten, in kurzer Zeit einen Durchbruch bei der Entwicklung von Kernwaffen zu erzielen.

Eine etwaige Abschwächung oder Aufgabe der „drei nichtnuklearen Prinzipien" würde laut dem Sprecher das internationale Nichtverbreitungssystem für Kernwaffen ernsthaft untergraben. Gleichzeitig könnte dies im Widerspruch zu den Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag stehen und die internationale Nachkriegsordnung gefährden.

„Japanische nukleare Ambitionen dürfen nicht unterstützt werden, und das Überschreiten der roten Linie ist inakzeptabel. Sobald die Büchse der Pandora geöffnet wird, können die Folgen unvorstellbar sein", erklärte Jiang Bin.

Die chinesische Seite forderte daher die internationale Gemeinschaft und einzelne Gruppen innerhalb Japans auf, wachsam zu bleiben und Schritte, die zu einer nuklearen Aufrüstung des Landes führen könnten, entschieden zu verhindern.

gnews.cz/CMG