Die Inflation im Euroraum lag im April wie erwartet über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 %, wobei ein Anstieg der Dienstleistungspreise einen Rückgang der Energiepreise ausglich. Im Jahresvergleich lag die Inflation laut Eurostat-Daten bei 2,2 %, wobei die Preise im Vergleich zum Vormonat um 0,6 % stiegen.
Der Rückgang der Energiepreise war das Ergebnis der Abschwächung der Ölmärkte, die von der neuen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump betroffen sind. Die direkten Auswirkungen der Handelsmaßnahmen auf die europäische Inflation sind noch nicht erkennbar, aber Beamte warnen, dass die wachsende Unsicherheit den Konsum und die Unternehmensinvestitionen kurzfristig hemmen könnte, was sich disinflationär auswirken könnte.
Das Ergebnis enttäuschte leicht die Erwartungen der Analysten, die einen Rückgang der Inflation auf 2,1 % erwartet hatten.
Es wird erwartet, dass sich die Inflation in den kommenden Monaten wieder dem Ziel von 2 % annähert, unterstützt durch einen stärkeren Euro, der in diesem Jahr gegenüber dem Dollar um fast 10 % zugelegt hat.
Während die Inflation stagniert, bleibt die Produktion in der Eurozone schwach. Laut einer Umfrage von S&P Global ist die Industrietätigkeit erneut zurückgegangen, wenn auch so langsam wie seit drei Jahren nicht mehr.
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