KIEW - Die nächste Runde der Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten, der Ukraine und Russland wird am 4. und 5. Februar in Abu Dhabi stattfinden. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij im sozialen Netzwerk X mit. Ihm zufolge soll es sich um eine Fortsetzung der diplomatischen Kontakte handeln, die darauf abzielen, Wege zur Beendigung des Krieges in der Ukraine zu finden, der seit vier Jahren andauert.
Früheren Erwartungen zufolge hätte das Treffen der Vertreter der drei Länder bereits in diesen Tagen stattfinden sollen, aber Präsident Zelensky lieferte keine weitere Erklärung für diese Verschiebung.
Es ist nicht klar, ob die Terminverschiebung auf organisatorische Gründe oder auf unterschiedliche Positionen der Parteien zurückzuführen ist. Das ukrainische Präsidialamt hat lediglich erklärt, dass Kiew bereit ist, sich aktiv an den Verhandlungen zu beteiligen und seine Hauptforderungen durchzusetzen, insbesondere die Frage der territorialen Integrität und der Sicherheitsgarantien. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich in den letzten Monaten zunehmend als neutrale diplomatische Plattform für Verhandlungen zwischen Staaten erwiesen, die ansonsten angespannte oder feindliche Beziehungen unterhalten. Abu Dhabi war Gastgeber mehrerer informeller Konsultations- und Austauschrunden über humanitäre Fragen, den Austausch von Gefangenen und die Sicherheit der Energieinfrastruktur.
Von russischer Seite äußerte sich Dmitri Medwedew, Vizepräsident des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, zu den laufenden Kontakten. Ihm zufolge sind die Gespräche mit den Vereinigten Staaten nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump „produktiver“ als im vorangegangenen Zeitraum. Medwedew wies auch darauf hin, dass Moskau einen Wandel im Ton der US-Regierung wahrnimmt, insbesondere in Fragen der strategischen Stabilität und der direkten Kommunikation zwischen Washington und Moskau.
Die Einzelheiten der geplanten Verhandlungen sind noch nicht offiziell veröffentlicht worden. Es wird jedoch erwartet, dass nicht nur militärische Fragen, sondern auch die humanitäre Lage, das Funktionieren der Getreidekorridore und die Möglichkeit einer schrittweisen Reduzierung der Kampfhandlungen auf der Tagesordnung stehen werden. Diplomaten warnen, dass ein schneller Durchbruch nicht zu erwarten ist, betrachten die Fortsetzung der Gespräche jedoch als ein Signal, dass sich alle Seiten der Risiken einer weiteren Eskalation des Konflikts bewusst sind. Das Ergebnis der Gespräche in Abu Dhabi könnte Aufschluss darüber geben, ob es Raum für einen umfassenderen Friedensprozess gibt oder ob die Kontakte auf partielle und technische Fragen beschränkt bleiben.
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