PRAG - Die tschechischen Feldhockeyspielerinnen haben bei den Hallen-Europameisterschaften einen historischen zweiten Platz belegt. Nach der 2:5-Finalniederlage gegen den Titelverteidiger Deutschland gewannen die Frauen ihre erste Silbermedaille nach zwei Bronzemedaillen in den Jahren 2000 und 2020. Die deutschen Landfrauen gewannen die kontinentale Meisterschaft zum dritten Mal in Folge und zum 18. Mal in der Geschichte.
Im Endspiel in der UNYP-Arena in Prag kamen die Tschechen besser ins Spiel und gingen durch ein Tor von Natalia Hájková in Führung. Doch dann war lange Zeit nur noch der favorisierte Gegner am Drücker, Charlotte Gerstenhöfer traf zweimal. Erst in der letzten Minute korrigierte Veronika Przybíková das Ergebnis. „Wir können stolz auf uns sein, dass wir es bis ins Finale geschafft haben. Es ist das erste Mal in der Geschichte, Gold wäre das i-Tüpfelchen. Es ist enttäuschend, denn wir haben an sie geglaubt, wir haben bis zur letzten Minute gearbeitet, aber leider wissen die Deutschen, wie man spielt, und sie wissen, wie man Chancen verwertet“, sagte Hájková dem Tschechischen Fernsehen.
Im Turnier besiegten die Tschechen in der Gruppe B Litauen (6:2) und die Ukraine (5:4), spielten unentschieden gegen den Titelverteidiger aus Polen (3:3) und verloren gegen Spanien (3:5). Vom zweiten Platz aus zogen sie ins Halbfinale ein, wo sie einen Zwei-Tore-Rückstand gegen den ungeschlagenen Sieger der Gruppe A, Österreich, mit Toren in letzter Minute ausgleichen konnten. Im Elfmeterschießen schafften die Tschechen dann die Wende und feierten mit einem 3:2-Sieg die erstmalige Qualifikation für eine EM-Endrunde.
ČTK/ceskenoviny.cz/gnews.cz-jav