ATHEN - Das staatliche ukrainische Energieunternehmen Naftohaz gab heute eine Vereinbarung mit dem griechischen Gasunternehmen DEPA über die Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) aus den USA in die Ukraine bekannt. Dies wurde von AFP und Reuters berichtet. Nach Angaben von Naftohaz-Beamten soll das Abkommen dazu beitragen, eine stabile Gasversorgung für die kommende Wintersaison zu gewährleisten, in der das Land weiterhin mit intensiven russischen Angriffen auf seine Energieinfrastruktur konfrontiert ist.
Der Vertrag sieht vor, dass das LNG über griechische Terminals nach Europa fließt, wo es neu klassifiziert und in das ukrainische Gasnetz eingespeist wird. Das genaue Volumen und die finanziellen Bedingungen des Vertrags wurden nicht sofort bekannt gegeben, aber beide Unternehmen betonten seine strategische Bedeutung. „Dieser Schritt stärkt die Energiesicherheit der Ukraine und erweitert unsere Möglichkeiten, Gas aus unabhängigen, zuverlässigen Quellen zu beziehen“, so Naftohaz in einer Erklärung.
Die griechische DEPA bezeichnete die Zusammenarbeit mit der Ukraine als einen wichtigen Beitrag zur europäischen Energiesolidarität. Nach Angaben des Unternehmens bestätigt das Abkommen die wachsende Rolle Griechenlands als Tor für LNG zum europäischen Markt. Athen hat in den letzten Jahren in den Ausbau seiner Terminalkapazität investiert, um die Nachfrage aus den mittel- und südosteuropäischen Ländern zu decken.
Seit dem Beginn der russischen Invasion im Jahr 2022 versucht die Ukraine, ihre Energieressourcen zu diversifizieren und ihre Abhängigkeit vom Gastransit durch ihr eigenes Gebiet zu minimieren. Die wiederholten Angriffe auf Kraftwerke, Heizwerke und Speicheranlagen in diesem Jahr haben die Befürchtung von Energieengpässen im Winter deutlich verstärkt. Die neue Vereinbarung mit der DEPA soll das Risiko von Ausfällen mindern und Kiew eine größere Planungssicherheit für den Verbrauch in Spitzenzeiten geben.
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