Das Übertragungsnetz ČEPS wird ab 2028 einen neuen Notfall-Stützungsdienst zum Schutz vor einem Stromausfall einführen. Die Inflationszahlen für Juli bestätigten endgültig einen Anstieg von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – die Kraftstoffpreise stiegen, während die Lebensmittelpreise stabil blieben. Die Prager Börse legt leicht zu, Analysten haben das Kursziel für ČEZ-Aktien angehoben. Die tschechische Wirtschaft bleibt sowohl unter dem Inflationsziel der ČNB als auch unter dem Durchschnitt der Eurozone.
Der Betreiber des tschechischen Übertragungsnetzes ČEPS wird ab 2028 eine neue Art von garantierter Unterstützungsdienstleistung mit dem Namen „Wiederherstellungsfähigkeit des Netzes“ einführen. Im kommenden Jahr wird das Unternehmen daher im Rahmen einer Ausschreibung Kraftwerke auswählen, die garantieren, dass sie im Falle eines Netzausfalls oder Blackouts den Betrieb eigenständig wiederherstellen und zur Wiederherstellung der Stromversorgung beitragen können. Dies teilte ČEPS der Nachrichtenagentur ČTK mit.
Die Inflationsrate stieg im Juli im Vergleich zum Vorjahr auf 1,7 Prozent, nach 1,5 Prozent im Juni, wie das Tschechische Statistikamt am Dienstag bestätigte. Die durchschnittliche Inflationsrate der letzten zwölf Monate lag bei 2,0 Prozent. Zu dieser leichten Beschleunigung trugen die gestiegenen Kraftstoffpreise als Reaktion auf die Entwicklung der Ölpreise bei, während die Lebensmittelpreise hingegen relativ stabil blieben. Die Inflation liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt der Eurozone, wo sie bei rund 2,9 Prozent liegt.
Die Prager Börse legte am Mittwoch leicht zu; der PX-Index stieg um 0,15 Prozent auf 2766,67 Punkte. Der Analyst Emanuele Oggioni von Kepler Cheuvreux hob das Kursziel für ČEZ-Aktien von 1.100 auf 1.150 Kronen an, behielt jedoch die Empfehlung „Reduce“ bei. Die Märkte verarbeiten derzeit die Ergebnisse von ČEZ für das erste Halbjahr sowie die Kommentare des Managements zur weiteren Entwicklung.
Der Finanzvorstand von ČEZ, Martin Novák, schloss nach der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse die Möglichkeit einer Wiedereinführung oder Ausweitung der Windfall-Steuer aus. Dabei wies er auf den Rückgang der Strompreise am Markt hin, der sich in den Ergebnissen der kommenden Quartale niederschlagen werde. Ein positives Signal für den Konzern bleiben die Ergebnisse des Geschäftsbereichs Gas Distribution, dessen operative Marge trotz des allgemeinen Umsatzrückgangs des Konzerns wächst.
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