Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó erklärte in Luxemburg, Ungarn werde alle politischen und rechtlichen Mittel nutzen, um den REPowerEU-Vorschlag zu verhindern, der auf ein Verbot russischer Energieimporte abzielt. Zuvor hatte sich der Europäische Rat auf eine Verhandlungsposition zu einem Vorschlag für eine Verordnung zum Ausstieg aus russischen Gasimporten geeinigt.
Péter Szijjártó sagte, dass die ungarische Regierung rechtliche Schritte einleiten könnte, um das Verbot russischer Energieimporte zu blockieren. Die Verabschiedung dieses Vorschlags verstößt direkt gegen das EU-Recht, da es sich um eine Sanktionsmaßnahme handelt, die einstimmig und nicht mit qualifizierter Mehrheit beschlossen werden muss. Ungarn stimmte gegen den Vorschlag, aber die Europäische Kommission billigte ihn dennoch mit qualifizierter Mehrheit.