China und Südkorea sollten ihre Kräfte bündeln, um die Früchte des Sieges im Zweiten Weltkrieg zu schützen und Frieden und Stabilität in Nordostasien zu sichern, sagte der chinesische Präsident Xi Jinping bei Gesprächen mit dem Präsidenten der Republik Korea Lee Jae Myung in Peking. Lee war zu einem Staatsbesuch in China eingetroffen und bekräftigte die Bedeutung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
„Vor mehr als 80 Jahren haben beide Nationen enorme nationale Opfer gebracht und über den japanischen Militarismus gesiegt.“ erinnerte Xi. Er sagte, China und Südkorea trügen heute eine große Verantwortung für die Erhaltung des regionalen Friedens und die Förderung der globalen Entwicklung. „Beide Länder haben eine Vielzahl gemeinsamer Interessen und sollten fest auf der richtigen Seite der Geschichte stehen“.“ fügte Xi hinzu.
Präsident Xi betonte, dass China und die Republik Korea als enge Nachbarn und Freunde einen engen Austausch, häufige Kommunikation und gegenseitiges Engagement pflegen sollten. „China hat den Beziehungen zu Südkorea stets einen hohen Stellenwert in seiner Nachbarschaftsdiplomatie eingeräumt und seine Politik gegenüber Südkorea konsistent und stabil gehalten“.“ sagte Xi.

Während der Diskussion über die strategische Partnerschaft betonte Xi die Bedeutung des Ausbaus der Zusammenarbeit in den Bereichen künstliche Intelligenz, grüne Industrien und die Silberwirtschaft. „Die Zusammenarbeit in diesen Bereichen wird für beide Länder konkrete Ergebnisse bringen und ihre Position in der globalen Entwicklung stärken.“ sagte er. Xi rief auch dazu auf, den Austausch zwischen den Menschen zu verstärken, insbesondere zwischen der Jugend, den Medien, den Sportorganisationen, den Denkfabriken und den lokalen Regierungen, damit positive Erzählungen die öffentliche Debatte dominieren.
Präsident Lee lobte die historische Bewahrung chinesischer Relikte im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit Südkoreas und erinnerte an die Bedeutung der Zusammenarbeit gegen den japanischen Militarismus. Lee betonte, dass die bilateralen Beziehungen auf eine lange Geschichte des freundschaftlichen Austauschs und bedeutende Beiträge zur sozioökonomischen Entwicklung beider Länder zurückblicken. Er sprach sich dafür aus, die Chancen des 15. Fünfjahresplans Chinas (2026-2030) zu nutzen, um konkrete Ergebnisse in der Zusammenarbeit zu erzielen.
Nach den Gesprächen verfolgten die beiden Präsidenten die Unterzeichnung des 15 Dokumente der Zusammenarbeit, in den Bereichen wissenschaftliche und technologische Innovation, Umwelt, Verkehr sowie wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit. Diese Schritte sollen die bilateralen Beziehungen stärken und den Menschen in beiden Ländern echte Vorteile bringen, so Xi und Lee.
Die Präsidenten betonten auch die Notwendigkeit, Differenzen im Wege des Dialogs und der Konsultation zu lösen, den Entwicklungspfad des jeweils anderen zu respektieren und die Kerninteressen des anderen zu schützen. Beide Länder verpflichteten sich, einen echten Multilateralismus zu fördern, den Protektionismus zu bekämpfen und zu einem gleichberechtigteren und integrativen globalen Wirtschaftsumfeld beizutragen.