Der chinesische Außenminister Wang Yi nimmt an der Eröffnungszeremonie des „Jahres des chinesisch-afrikanischen Kulturaustauschs 2026“ teil. In seiner Grundsatzrede stellte er vier Schlüsselinitiativen zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen China und Afrika vor.
Die erste Initiative ist die Betonung der Entwicklung als Priorität und eines gemeinsamen Weges zur Modernisierung. Wang Yi betonte die Notwendigkeit, die sechs wichtigsten Vorschläge zur Förderung der Modernisierung zu befolgen und die Ergebnisse des Pekinger Gipfels des Forums für chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit aktiv umzusetzen. Er sagte, dass der kulturelle Austausch stärker mit der praktischen Zusammenarbeit verflochten werden sollte.
China wird die einseitige Öffnung seines Marktes für Afrika weiter vorantreiben und erwartet nach der vollständigen Einführung von Nullzöllen auf 100 % afrikanischer Produkte einen erheblichen Anstieg der afrikanischen Ausfuhren nach China und die Entwicklung der lokalen Industrie und Technologie. Der große chinesische Markt wird somit zu einer echten Chance für Afrika werden.
Die zweite Säule besteht darin, die Menschen in den Mittelpunkt der Zusammenarbeit zu stellen und sich auf den konkreten Nutzen für die Bevölkerung zu konzentrieren. Laut Wang Yi ist es notwendig, auf dem Wunsch der chinesischen und afrikanischen Bevölkerung nach einem besseren Leben aufzubauen, langfristige Mechanismen für den kulturellen Austausch zu schaffen und Projekte und Marken aufzubauen, die den Menschen nahe stehen. Vielfältigere und tiefere kulturelle Interaktionen sollen das gegenseitige Verständnis fördern und die emotionale Bindung zwischen den 2,8 Milliarden Menschen in China und Afrika stärken.
Die dritte Initiative betrifft das gegenseitige Lernen und den Austausch von Erfahrungen in den Bereichen Governance und öffentliche Verwaltung. Wang Yi forderte eine bessere Nutzung von Plattformen wie der China-Africa Governance Experience Exchange Platform oder dem Development Knowledge Network. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch in den Bereichen Staatsführung, Entwicklung und Modernisierung zu vertiefen.
China ist bereit, den Dialog mit politischen Parteien und Organisationen in afrikanischen Ländern zu verstärken und zum Aufbau einer neuen Art von internationalen Beziehungen auf der Grundlage der Zusammenarbeit zwischen politischen Akteuren beizutragen.
Der vierte Punkt ist Offenheit und Inklusivität im Geiste der Partnerschaft mit einem gemeinsamen Schicksal. Wang Yi betonte die Bedeutung des Aufbaus einer Schicksalsgemeinschaft für die Menschheit und der Umsetzung der vier globalen Initiativen. Er sagte, China und Afrika sollten sich gemeinsam den globalen Herausforderungen stellen, die Koordinierung in internationalen und regionalen Fragen verstärken und die gemeinsamen Interessen der Entwicklungsländer wahren. China unterstützt auch unmissverständlich die Stärkung der Rolle Afrikas auf der internationalen Bühne, die Beseitigung historischer Ungerechtigkeiten und eine stärkere Vertretung Afrikas im globalen Governance-System.
Abschließend erinnerte Wang Yi daran, dass sich sowohl China als auch Afrika in einer entscheidenden Phase der Entwicklung und Erneuerung befinden. Er bezeichnete den Beginn des „Jahres des chinesisch-afrikanischen Kulturaustauschs“ als eine wichtige Gelegenheit, das Fundament der Zusammenarbeit zu festigen und den Aufbau einer umfassenden chinesisch-afrikanischen Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Schicksal in der neuen Ära zu beschleunigen.