BRÜSSEL – Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, traf sich am 11. Dezember 2025 in Brüssel mit dem designierten tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš. Laut einem Bericht des tschechischen Fernsehsenders ČT24 bezeichnete von der Leyen das Treffen als „gut“ und lobte Babiš auf dem sozialen Netzwerk X für seine „Unterstützung der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas“. Beide diskutierten laut ČT24 auch über die Stärkung der Ukraine „auf ihrem Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden“ und vereinbarten, die Themen auf der bevorstehenden Tagung des Europäischen Rates fortzusetzen.
Das Treffen fand im Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel statt; den verfügbaren Berichten zufolge handelte es sich um eine relativ kurze und formelle Veranstaltung – Begrüßung, gemeinsames Foto, Überreichung von Blumen und anschließende Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Anschließend sollte Babiš zu weiteren Gesprächen mit dem belgischen Premierminister Bart De Wever und dem Präsidenten des Europäischen Rates António Costa weiterziehen, was auch durch die Berichterstattung von ČT24 bestätigt wird.
Der Kontext der Verhandlungen geht auch aus internationalen Medienberichten hervor: Reuters erinnert daran, dass in Brüssel derzeit intensive Gespräche über Finanzierungsmöglichkeiten für weitere Hilfen für die Ukraine geführt werden, darunter auch Vorschläge, wie eingefrorene russische Vermögenswerte genutzt oder Kredite auf den Kapitalmärkten mobilisiert werden könnten. Ursula von der Leyen führte laut Reuters in den vergangenen Tagen konstruktive Gespräche mit anderen europäischen Staats- und Regierungschefs über Möglichkeiten, vor dem Gipfeltreffen im Dezember Mittel für Kiew zu sichern.
Für die Tschechische Republik hat das Treffen sowohl symbolische als auch praktische Bedeutung: Es war das erste Treffen von Andrej Babiš mit der EU-Führung nach seiner Ernennung zum Premierminister, und es wird erwartet, dass Babiš vor dem bevorstehenden Gipfeltreffen des Europäischen Rates, auf dem die Staats- und Regierungschefs über die Form der weiteren Hilfe für die Ukraine und über die Prioritäten zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit entscheiden werden, Stellung beziehen wird.
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