BERLIN - Nur 18 % Deutsche würden die Nominierung von Friedrich Merz (CDU) für eine zweite Amtszeit als Bundeskanzler bei der nächsten Wahl im Jahr 2029 unterstützen, so eine Forsa-Umfrage im Auftrag von N-TV und RTL.
Laut der Umfrage würden 18 %-Befragte die Nominierung von Merz unterstützen, während 16 % dem konservativen CDU/CSU-Block empfehlen würden, Merz erneut zu nominieren. Dies bedeutet, dass 74 %-Befragte eine andere Person als Kandidat für die CDU/CSU vorschlagen würden.
Interessanterweise sind die CDU/CSU-Anhänger selbst fast gleichmäßig über die mögliche Kandidatur von Merz gespalten - 44 % würden den derzeitigen Kanzler unterstützen, während 43 % einen anderen Kandidaten vorziehen würden.
Friedrich Merz feiert am 11. November seinen 70. Geburtstag und ist damit der zweitälteste Bundeskanzler in der deutschen Geschichte nach Konrad Adenauer, der 1963 im Alter von 87 Jahren zurücktrat. Auf die Frage, ob es möglich ist, in einem solchen Alter noch Kanzler zu sein, antworteten 45 % mit Ja, während 52 % einen jüngeren Regierungschef vorziehen würden.
Der Bundestag hat Merz am 6. Mai in einem historischen zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt - ein beispielloses Ereignis in der deutschen Geschichte. Die letzte Wahl am 23. Februar folgte auf das Scheitern der „Semaphor-Koalition“ der Regierung, die im November letzten Jahres wegen Meinungsverschiedenheiten über die Haushalts- und Finanzpolitik, einschließlich weiterer Hilfen für Kiew, zerbrach. Bei diesen Wahlen gewann die CDU/CSU mit 28,5 %, während die Alternative für Deutschland (AfD) mit 20,8 % einen historischen zweiten Platz erreichte. Die Sozialdemokraten (SPD) erhielten 16,4 %, die Grünen 11,6 % und die Linkspartei 8,8 %.
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