Elon Musk hat die Europäische Union scharf attackiert, nachdem die Europäische Kommission seinem sozialen Netzwerk X eine Geldstrafe von 120 Millionen Euro wegen Verstoßes gegen die Transparenzvorschriften auferlegt hatte. Er erklärte, dass seine Reaktion sich nicht nur gegen die EU als Institution richten werde, sondern auch gegen bestimmte Personen, die seiner Meinung nach hinter den Sanktionen stehen, berichtete die Website Politico.
„Die EU hat diese absurde Strafe nicht nur gegen [X] verhängt, sondern sogar gegen mich persönlich, was noch absurder ist.‚ schrieb Musk im Netzwerk X. „Daher erscheint es angebracht, unsere Antwort nicht nur an die EU zu richten, sondern auch an die Personen, die diesen Schritt gegen mich unternommen haben.“
Die Kommission erklärte, dass die Plattform gegen die Verpflichtungen aus der Verordnung über digitale Dienste (DSA) verstoßen habe, die für sehr große Online-Plattformen gilt. Brüssel zufolge ist das kostenpflichtige System der blauen Häkchen auf X irreführend, da es nicht mehr verifizierte Konten kennzeichnet, sondern zahlende Nutzer. Weitere Vorwürfe betreffen eine intransparente Werbedatenbank und die unzureichende Verfügbarkeit öffentlicher Daten für Forscher.
Die Kommission stellte außerdem fest, dass hinter X drei Unternehmen stehen – X Holdings Companies, xAI und Elon Musk. „auf dem Gipfel selbst“. Laut Sprecher richtet sich die Strafe an die gesamte Unternehmensstruktur.
Musk reagierte mit einer scharfen Äußerung über „woke Kommissare der EU-Stasi“ und warnte vor dem „Streisand-Effekt“, bei dem Versuche, Informationen zu verheimlichen oder zu unterdrücken, sich gegen ihren Urheber wenden. Er konkretisierte jedoch nicht, wie seine Vergeltungsmaßnahmen aussehen werden und wen genau sie treffen werden.
Die Geldstrafe löste in Washington heftige Kritik aus. Vizepräsident JD Vance erklärte, die EU solle die Meinungsfreiheit fördern, anstatt amerikanische Unternehmen anzugreifen. Außenminister Marco Rubio erklärte, dies sei nicht nur ein Angriff auf X, sondern auf alle amerikanischen Technologieplattformen. Kritik kam auch von dem stellvertretenden Minister Christopher Landau und Donald Trumps Sonderbeauftragten für die EU, Andrew Puzder, der von einem „Regulierungsfehler“ Brüssels sprach.
Die Entscheidung verschärft die Spannungen zwischen der EU und der Regierung von Donald Trump, die mit weiteren Zöllen droht, sollte die EU weiterhin Strafen gegen amerikanische Technologiekonzerne verhängen. Während die Entscheidung in Europa eher positiv aufgenommen wurde, stellten sich einige Politiker – darunter der niederländische Rechtsradikale Geert Wilders – auf die Seite der USA.
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