Die tschechische Regierung hat auf ihrer Sitzung am Montag den Vorschlag unterstützt, einen neuen wichtigen Tag - den Tag der tschechischen Flagge - auszurufen, während sie einen parlamentarischen Vorschlag zur Einführung eines Pfandsystems für Plastikflaschen und -dosen ablehnte. Das Kabinett trifft sich am 19. Januar 2026 in der Akademie Straka zu einer weiteren regulären Sitzung.
Die Regierung von Andrej Babiš erörterte unter anderem den Vorschlag des Premierministers zur Änderung des Gesetzes über Feiertage, andere Feiertage, wichtige Tage und Tage der Erholung. Dem Vorschlag zufolge könnte der 30. März ein bedeutender Tag werden, der Tag der tschechischen Flagge. Der neue Tag soll an den Jahrestag des 30. März 1920 erinnern, an dem die damals tschechoslowakische, heute tschechische Flagge offiziell eingeführt wurde.
„Hoffentlich werden wir in der Lage sein, mehr Stolz auf unsere nationalen Symbole und unsere Geschichte zu zeigen. Ich bin froh, dass die Regierung dies heute unterstützt hat, und ich bin zuversichtlich, dass die Abgeordnetenkammer dies ebenfalls unterstützen wird.“ erklärte Premierminister Andrej Babiš.
Das Kabinett erörterte auch den Vorschlag der Abgeordneten zur Änderung des Verpackungsgesetzes, mit dem eine Gruppe von Abgeordneten der Opposition die Einführung eines Pfandsystems für Getränkeflaschen und -dosen aus Kunststoff vorschlägt. Das Kabinett hat eine ablehnende Haltung zu diesem Vorschlag eingenommen.
„Wir haben ein einzigartiges Abfallsortiersystem, mit dem wir erfolgreich sind. Ich habe zum Beispiel wiederholt OZO Ostrava besucht, wo bis zu 90 Prozent der Kunststoffe sortiert werden können, was mehr ist, als durch das Backup-System sortiert werden würde, so dass es eigentlich ein Rückschritt wäre. Außerdem wäre es eine unnötige Belastung für die Bürger. Wir sollten lieber das bestehende System ausbauen“.“ erläuterte den Standpunkt des Premierministers.
Premierminister Andrej Babiš äußerte sich auch zu den tragischen Schüssen im Gemeindeamt der Gemeinde Chřibská in der Region Děčín. Er sprach den Opfern und ihren Hinterbliebenen sein Beileid aus.
„Ich möchte allen Hinterbliebenen mein Bedauern und aufrichtiges Beileid aussprechen. Es ist ein tragisches Ereignis, das wir sehr bedauern. Wir müssen auf weitere Informationen aus den Ermittlungen warten und werden die Öffentlichkeit transparent informieren.“ sagte der Premierminister.
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