Vom 30. November bis zum 2. Dezember fand in Guangzhou die internationale Konferenz „China verstehen“ für das Jahr 2025 statt. In einem Exklusivinterview mit einer Reporterin der CMG (China Media Group) erklärte der ehemalige italienische Ministerpräsident und ehemalige Präsident der Europäischen Kommission Romano Prodi, der zur Teilnahme an der Konferenz nach China gereist war, dass China in den letzten Jahren enorme Veränderungen erzielt habe, insbesondere im Bereich der Spitzentechnologie. Die Industriestruktur Chinas umfasst ein breites Spektrum, und die Wertschöpfungskette verbindet verschiedene Produktionsbereiche miteinander, was einzigartig ist.
Zou Yun, Reporterin bei CMG: Sie haben erwähnt, dass Sie China zum ersten Mal in den 1980er Jahren besucht haben, zunächst in Tianjin, und seitdem sind Sie durch ganz China gereist. Herr Professor, welcher Aspekt der Entwicklung und Transformation Chinas hat Sie am meisten beeindruckt?
Romano Prodi, ehemaliger italienischer Ministerpräsident und ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission: Alle Aspekte. China hat im Bereich Wissenschaft und Technologie einen enormen Wandel durchlaufen. Als Ökonom hätte ich nie erwartet, dass China so große Veränderungen erreichen würde. Seine Produktionskraft und Effizienz sind weithin bekannt, und es hat auch einen Sprung in der Wertschöpfungskette im Bereich der Spitzentechnologie gemacht, was noch bemerkenswerter ist.
Durch Beobachtung der chinesischen Gesellschaft habe ich festgestellt, dass die Chinesen neue Technologien schneller annehmen als die Europäer und dass sie neue Ideen und Technologien sehr schnell verstehen. Die chinesische Industriestruktur umfasst eine breite Palette von Branchen, von Bekleidung bis zur Herstellung präziser Instrumente, und kann verschiedene Ketten integrieren, um ein neues Muster zu schaffen. Heute ist die chinesische Wertschöpfungskette insofern einzigartig, als sie mit verschiedenen Produktionsbereichen verbunden ist.